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Huelva

Andalusien: Huelva, Kolumbusdenkmal

Das Kolumbusdenkmal bei Huelva

Besonderen Reiz übt die mit 145 000 Einwohnern größte und namensgebende Stadt auf Touristen nicht gerade aus, da attraktive Sehenswürdigkeiten fehlen. Die zwischen den Flüssen Tinto und Odiel gelegene Hafenstadt zog aufgrund ihrer günstigen Lage schon früh Siedler an. Unter den Tartessern hieß der Ort Onos Baal, Festung von Baal, die Römer nannten die Siedlung Onuba Esturia. Im Jahr 1257 eroberte Alfons X. das Land von den Arabern zurück. Das große Erdbeben des Jahres 1755 zerstörte zahlreiche seiner historischen Gebäude, nur noch die beiden Kirchen San Pedro und La Conceptión, beide aus dem 16. Jahrhundert, blieben erhalten, ebenso wie das ehemalige Mercedarierkloster, heute die schlichte Kathedrale La Merced aus dem 18. Jahrhundert. Eine Besonderheit stellt das sogenannte britische Viertel dar (Barrio de los Ingleses), dessen kleine Häuser in englischem Stil von einer britischen Minengesellschaft errichtet wurden. Das Provinzmuseum erzählt die Siedlungsgeschichte der Region von den ersten Spuren der Ureinwohner bis hin zur mehrtausendjährigen Geschichte des Erzabbaus in der Region, darüberhinaus findet man hier eine kleine Abteilung der Schönen Künste (Alameda Sundheim 13).

Unmittelbar an das Stadtgebiet schließt sich das über 7 000 ha große Naturschutzgebiet der Odielmarschen an, in dem bedeutende Kolonien von Reihern, Löfflern und Flamingos brüten und leben, insgesamt zählten die Wissenschaftler hier mehr als 200 Vogelarten. Der Küstenabschnitt zwischen Huelva und der portugiesischen Grenze, noch vor einigen Jahren nur von kleineren Fischerorten besetzt, öffnet sich mehr und mehr dem Tourismus, die Bauwut scheint auch hier ungebrochen.

 

 

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