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Hospital de la Caridad

Die aus der Mitte des 17. Jh. stammende Klosterkirche des heute als Altersheim Andalusien: Hospidal de le Caridad in Sevillagenutzten Hospitals in der Calle Temprado ist aufgrund seiner bildnerischen Ausstattung von besonderem Interesse. Zwei der bedeutendsten Künstler des 17. Jh. in Sevilla, Esteban Murillo (1618-1682) und Valdés Leal (1622-1690) wurden mit der Ausschmückung der einschiffigen Barockkirche beauftragt und bieten damit heute einen Einblick in die Sevillaner Malschule des Goldenen Zeitalters. Gleich im Eingangsbereich begegnet man einigen Hauptwerken von Valdés Leal, dem schaurigen Bild „In ictu oculi“, in dem der Sensenmann das Licht des Lebens löscht, über die Insignien von Macht und Reichtum hiwegschreitend. Gegenüber sein Bild „Finis Gloriae Mundi“ mit dem von Würmern zerfressenen Leichnam eines Bischofs und dem Skelett eines Königs: nach dem Tode sind alle Menschen gleich. An den Seitenwänden folgen Gemälde Murillos, darunter: „Moses schlägt Wasser aus dem Fels“ und „Die wunderbare Brotvermehrung“. Die Skulpturengruppe am Hochaltar, „Grablegung Christi“, ist ein Werk Pedro Roldáns, die Malereien stammen von Valdés Leal. In der Kirche sind weitere Gemälde von Murillo zu finden, darunter „Die hl. Elisabeth von Thüringen pflegt Aussätzige“ und „Johannes der Täufer“.

Sehenswert auch der zweiteilige Innenhof mit toskanischen Säulenarkaden und Brunnen in der Mitte.

 

 

 

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