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Guadix

Bekannt ist die Stadt, die schon unter den Römern, Westgoten und während der islamischen Herrschaft von einiger Bedeutung war, heute vor allem wegen ihrer Höhlenbewohner. Mehrere Tausend Menschen leben im Stadtteil Barrio de Santiago in in den Berg gegrabenen Höhlenwohnungen, weiße Eingangsbereiche und Fernsehantennen markieren die moderne Zivilisation. Wahrscheinlich haben sich schon in prähistorischer Zeit hier Menschen im relativ weichen Felsgestein Wohnhöhlen gegraben, die aufgrund ihrer guten Isolierung sowohl gegen Kälte wie auch gegen Hitze ein relativ komfortables Wohnen ermöglichen. Und will man anbauen, so gräbt man sich eben ein Stück weiter in den Berg hinein! Eine "Museumshöhle" gibt Aufschluss über die ungewöhnlichen Lebensbedingungen im Innern der Erde.

Andalusien: Guadix

Auf einem Stadthügel liegen die Reste der alten maurischen Festung. Sehenswert ist auch die Kathdrale des Ortes, nach einem Entwurf von Diego de Siloe Mitte des 16. Jh. auf den Fundamenten einer Moschee errichtet. Im 18. Jh. erhielt der Renaissancebau mit seiner beeindruckenden Fassade eine barocke Umgestaltung. Im Inneren sind das reich verzierte Chorgestühl und die Gemälde in der Hauptkapelle von Interesse. Auch das Dommuseum ist einen Besuch wert.

Architekturinteressierte können bei einem Bummel durch die Stadt eine Reihe schöner Paläste entdecken, wie z.B. den Palast des Erzbischofs. Dekorative Holzdecken in mudejarem Stil bergen noch die Kirchen Santa Ana aus dem 16. Jh., die Kirche des Convento de S., Francisco und die Iglesia de Santiago.

Nicht allzu weit ist es von hier nach Lacalahorra, dessen Gesicht von einer eindrucksvollen Burg mit mächtigen Rundtürmen (16. Jh.) geprägt ist. Innen sind deutlich Züge der italienischen Renaissance erkennbar, mit einer an florentinische Vorbilder erinnernden Innenhof mit Arkadengängen. Leider ist die Burg nur unregelmäßig zugänglich.

 

 

 

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