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Alhambra: Palacio Real (Königspalast)

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An der Nordfassade des Löwenhofes gelangt man in den Saal der zwei Schwestern (Sala de las Dos Hermanas), so benannt nach zwei in den Boden eingelassenen Marmorplatten. Von höchster Kunstfertigkeit auch hier die Kachel- und Stuckverzierung, Schriftbänder mit Gedichten des Poeten Ibn Zamrak zieren den Sockel („die Sterne am Himmel würden ihre Wanderung gerne abbrechen, um für immer hier zu verweilen“). Die kunstvolle Muquarnas-Kuppel mit tausenden von Stuckelementen wirkt fast wie eine stilisierte Kopie des realen Himmels.

Hieran schließt sich die Sala de los Ajimeces an mit dem Mirador de Lindaraja, auch Analusien: Granada, AlhambraDaraxe-Erker genannt, mit tiefreichenden Fenstern und feinsten Verzierungen (s. Foto rechts). Beeindruckend vor allem die in Schwarz, Weiß und Gelb gehaltenen Sockelfliesen. Linkerhand liegen die Bäder, die jedoch in christlicher Zeit wesentlich umgestaltet wurden. Sie sind zu erreichen über den Patio de Lindaraja, eine kleine Gartenanlage mit Marmorbrunnen aus christlicher Zeit. Linkerhand schließen sich die Gemächer Karls V. mit einem kleinen Zypressenhof an, die dieser zeitweilig bewohnte. Hier wohnte auch der Amerikaner Washington Irving, dessen Buch „Erzählungen aus der Alhambra“, das auch in Deutsch erhältlich ist, den dem Verfall preisgegebenen Palast im 19. Jh. einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht hatte. Sehenswert ist vor allem das reich verzierte Ankleidezimmer der Königin (Peinador de la Reina) mit seinen arabischen Rundbogenfenstern.

Der Weg führt schließlich in den Partal-Garten mit seinen zahlreichen Teichen und Wasserläufen. Von den Bauten hier sind nur noch einige erhalten geblieben, so der Torre de las Damas mit einem vorgelagerten Teich aus dem Anfang des 14. Jh. Nach Osten hin schließen sich noch weitere Türme an, die ebenfalls besichtigt werden können.

Andalusien: Granada, Alhambra, Gärten

 

 

 

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