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Andalusien heute

Von anfänglichen Instabilitäten abgesehen – wie ein versuchter Militärputsch im Februar 1981 zeigte – entwickelte sich Spanien rasch zu einer stabilen parlamentarischen Demokratie. Mit allen Widersprüchlichkeiten einer modernen Industrienation, wie sie auch in den Nachbarstaaten gang und gäbe sind. 1981 wird der Autonomiestatus Andalusiens ausgearbeitet und verabschiedet, der ein Jahr später in die ersten Wahlen eines Regionalparlaments mündet, wodurch der Region mehr Eigenständigkeit zugebilligt wird. Mit dem Beitritt zur NATO 1982 und dem Beitritt Spaniens zu EG 1986 schreitet die Europäisierung des Landes weiter voran. Mit der Aufnahme Spaniens als Vollmitglied der Europäischen Gemeinschaft im Jahr 1992 wird eine erhebliche Stabilisierung der Wirtschaft erreicht. Im selben Jahr wird in Sevilla die Weltausstellung abgehalten, und die 500-Jahr-Feiern der Entdeckung Amerikas rücken Andalusien stärker ins Licht der Öffentlichkeit.

Trotz einer expandierenden Wirtschaft und eines boomenden Fremdenverkehrs in Andalusien geht diese Entwicklung an vielen Menschen vorbei. Die Arbeitslosigkeit in Andalusien bleibt ungewöhnlich hoch, im Schnitt über 20 %. Es bleibt also noch genug zu tun, die Demokratie mit Leben zu erfüllen, mit gleichberechtigter Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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