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Andalusien

Geschichte und Gegenwart

Zwei ganz unterschiedliche Einflussbereiche bestimmten über lange Zeit hinweg die Entwicklung Spaniens und damit Andalusiens. Zum einen der Einfluß aus dem Norden und der Mitte Europas, den Völker wie Kelten, Vandalen, Goten und vor allem natürlich das gewaltige römische Reich über viele Jahrhunderte hinweg besassen. Vor allem römische und später dann die christliche Kultur setzten wichtige Marksteine in der Entwicklung der spanischen Identität.


Eine europäische Besonderheit stellt jedoch der nachhaltige und tiefe Spuren hinterlassende Einfluss aus dem afrikanischen und arabischen Raum dar, angefangen vom Volk der Tartesser, den Phöniziern und Karthagern bis hin zu den Mauren, deren jahrhundertelanges Verweilen in Andalusien bis heute deutlich spürbar bleibt. Nicht nur in vordergründigen Äußerlichkeiten wie Gebäuden und Resten von Moscheen, sondern auch in Sitten und Gebräuchen, in Lebensstil und Auftreten der Andalusier selbst, so schwierig das im einzelnen auch nachzuweisen sein dürfte. Bis heute ist auch längst nicht aufgearbeitet, welch weitreichende Bedeutung der Kontakt von Ost und West, das Aufeinandertreffen von christlicher und islamischer Tradition auf spanischem Boden für die mittelalterliche europäische Kultur hatte und welche Befruchtungen im einzelnen stattfanden.


Zumindest ein Erbe ist unumstritten: Al-Andalus nannten die Mauren das neu eroberte Land, Land der Vandalen, und gaben Andalusien damit den bis heute gebräuchlichen Namen.

 

 

 

 

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