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Die Geographie einer Region


Andalusien läßt sich grob in vier unterschiedliche Landschaften unterteilen. Der Guadalquivir, Großer Fluß, wie ihn die Araber nannten, ist dabei so etwas wie das Rückgrat und die Lebensader Andalusiens. Von seiner Quelle in der Sierra de Cazorla bis zu seinem breiten Mündungsfächer bei Sanlúcar de Barrameda hat er 670 Kilometer zurückgelegt. Mittlerweile durch zahllose Dämme und Stauseen gebändigt schuf er zusammen mit zahlreichen Zuflüssen ein fruchtbares Tal, das bis heute große landwirtschaftliche Erträge hervorbringt. Wie einst im Goldenen Zeitalter ist der Fluß bis Sevilla schiffbar, wenngleich als Wasserweg mittlerweile von geringer Bedeutung.

Embalse de Negratin, Andalusien

Stausee Embalse de Negratin in der Provinz Granada

Nördlich davon erstreckt sich die Sierra Morena, eine wenig besiedelte Bergwelt und nur zum Teil landwirtschaftlich nutzbar. Weideflächen und Eichen bestimmen das Bild dieses sich in unterschiedliche Abschnitte gliedernden Gebirgszuges, dessen größte Höhe kaum mehr als 1300 Meter erreicht. Südlich des Guadalquivir erstreckt sich die Betische Kordillere, sich von Gibraltar bis nach Valencia im Nordosten erstreckend. Sie bestimmt den Großteil der Fläche Andalusiens zusammen mit weiteren Gebirgszügen wie der Sierra de Cazorla im Nordosten und der Sierra de Ronda im Südwesten. Hier wird spürbar, dass ein Drittel Andalusiens in Höhen von über 600 Meter liegt, knapp 50 Gipfel erreichen Höhen über 1000 Meter. Die größten Höhen werden in der meist schneebedeckten Sierra Nevada erreicht, mit dem Mulhacén (3481 m) und dem Pico de Veleta (3392 m). Schließlich noch die Küstenregion, deren Küstenstreifen im östlichen Teil, am Mittelmeer, häufig von bis ans Meer reichen Felsen und Klippen bestimmt wird, während die atlantische Küste durch weit ausufernde Küstenebenen mit Sandstränden und Dünen gekennzeichnet ist.

 

 

 

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