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Antequera

Die Geschichte des 42 000 Einwohner zählenden Ortes reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wie sehenswerte Grabanlagen verdeutlichen. Verkehrsgünstig gelegen ließen sich hier auch die Römer nieder und nannten ihre Siedlung Anticaria. Im Jahr 1410 wurde der Ort der maurischen Herrschaft entrissen und erlebte in den folgenden Jahrhunderten einen beachtenswerten wirtschaftlichen Aufschwung. Davon zeugen bis heute zahlreiche Kirchen, die sich auf engstem Raum drängen.

Andalusien: Antequera

Den besten Überblick erhält man vom Alcazaba aus: Die ehemalige maurische Festungsanlage ist nur noch in Resten erhalten, doch schließen sich schöne Gärten an. Ein Spaziergang durch das nette Stadtzentrum mit seinen engen Gassen führt zur Real Colegiata de Santa María la Mayor auf der gleichnamigen Plaza. Vor allem die Fassade der Anfang des 16. Jhs. errichteten Kirche, eines der schönsten Beispiele der andalusischen Renaissance, lenkt die Blicke auf sich. Im Inneren sind die mudejaren Decken von Interesse. Unmittelbar neben der Kirche erhebt sich die Arco de los Gigantes, ein Ende des 16. Jahrhunderts erbauter Torbogen mit eingemauerten römischen Steinen.

Auffallend ragt der mudejar-barocke Turm der Iglesia de San Sebastián aus dem Andalusien: Antequera, Iglesia de San Sebastian Häusergewirr (s. Foto). Er wurde um 1700 errichtet. Die dreischiffige Renaissancekirche selbst stammt aus der Mitte des 16. Jhs., erfuhr jedoch in den folgenden Jahrhunderten zahlreiche Umgestaltungen.

Außerhalb des Stadtzentrums liegt der Dolmen El Romeral. Die Grabanlage besteht aus einem längeren Gang, der sich in eine wabenförmige Kammer öffnet. Diese verengt sich nach oben und wird von einer gewaltigen Steinplatte abgedeckt. Es folgt ein weiterer Gang aus großen Steinblöcken mit einer wabenförmigen Grabkammer; ein schwerer horizontaler Steinblock diente möglicherweise Opferzeremonien oder dem Ablegen des Leichnams. Auch diese Wabe ist von einer Steinplatte verschlossen. Die Grabanlage stammt aus dem Neolithikum, aus der Zeit zwischen 3000 und 2500 v. Chr.

Das Museo Municipal an der Plaza de Coso Viejo ist im Palacio de Nájera aus dem 18. Jh. untergebracht, so erhält das städtische Museum würdige Räumlichkeiten. Zu den wichtigsten Schaustücken zählt die römische Bronzestatue eines jungen Mannes aus dem 1. Jh. sowie die Skulptur des hl. Franziskus von Pedor de Mena (17. Jh.).

 

 

 

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