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Eines dieser Täler – Podhale – lässt Kultur und Geschichte der in diesem Tal der Tatra lebenden Bergbauern, der Goralen, aufleben:. Morgentau verschleiert die Bergkette; Schafe grasen rings um eine „Bacowka“, eine dunkeln Holzhütte in Zeltform. Aus dem Kamin steigt Rauch auf.

Slowakei / Hohe Tatra / Bacowka

Drinnen rührt Jan Urbas mit einer großen Holzgabel Schafsmilch und Lab auf dem Feuer, bis sich erst kleine, dann immer größere Käse-Klumpen bilden. Auf den Firstbalken reift der salzige Hartkäse „Oscypek“ im Rauch.

Slowakei / Hohe Tatra / ein Käse entsteht

Für sechs Zloty, nicht einmal zwei Euro, verkaufen die Marktfrauen im nahen Zakopane den traditionellen Käse der Berghirten. Die 30 000 Einwohner zählende Stadt, noch vor 150 Jahren ein kleines Bergdorf, ist heute ein geschäftstüchtiger Ferienort zwischen Trend und Tradition. Hunderte von Holzbuden offerieren Stickereien, Holzarbeiten, Kristallglas und andere volkskundlichen Souvenirs; Kutscher in traditioneller Tracht warten auf Kundschaft. Wenige Schritte weiter stürzen sich Besucher beim Bungee-Jumping vom Kran. Allerorten preisen Agenturen die schönsten Tatra-Touren an.

Slowakei / Hohe Tatra / Kutscher

Ein Klassiker für jung und alt ist ein Ausflug zum Morskie Oko. Auf einer asphaltierten Bergstraße geht es neun Kilometer zu Fuß oder im Pferdewagen zum größten der zahlreichen Tatra-Bergseen hinauf. Auf einer Höhe von 1 393 Metern ruht das „Meeresauge“ in einem großen Kessel, tiefgrün und so klar, das Fische in mehr als zehn Meter Tiefe deutlich zu sehen sind. An den zerklüfteten Kalkwänden ringsum hängen selbst im Sommer steile Schneebänder. Moose und Farne wuchern am Ufer, Sumpfdotterblumen leuchten gelb in den Feuchtwiesen. Kinder lassen Kiesel übers Wasser hüpfen.

Slowakei / Hohe Tatra / Feuchtwiese

Vorbei an Granitblöcken, die das Ufer säumen, zieht eine Gruppe Bergsteiger zum Rysy, dem höchste Berg Polens, hinauf. Diese Bergtour kann man ohne Bergführer unternehmen, während man sich bei der Tour zur Gerlachovsky Stit (Gerlsdorfer Spitze), mit 2 655 Meter höchster Gipfel der Karpatenkette, einem erfahrenen Bergführer anvertrauen muss. Unter Bergwanderern weitaus beliebter ist der zweithöchste Gipfel – denn die Lomnicky Stit (Lomnitzer Spitze) lässt sich vom slowakischen Tatranska Lomnica (Tatra-Lomnitz) bequem erreichen. In einer Gondel, die fast senkrecht die zerklüftete Felslandschaft überwindet, schwebt man in 20 Minuten zur Aussichtsplattform in 2620 Meter Höhe hinauf. Oben angekommen, ist man von zackig zerfurchten Gipfeln umgeben.

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