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Musik aus Sierra Leone

Verschiedene Interpreten: “In The Name Of Love – Africa Celebrates U2”
Wrasse Records 216 / harmonia mundi
www.wrasserecords.com

 

Pop-Musik kehrt dahin zurück, wo sie herkommt. SängerInnen aus dem Süden und Westen des afrikanischen Kontinents interpretieren – überwiegend in ihren eigenen Sprachen – zwölf Songs des nordirischen Friedens-Aktivisten Bono und seiner Combo U2. Die Personal-Liste reicht von der – zunehmend als die weibliche Stimme Afrikas respektierten - Angelique Kidjo bis hin zum 30-köpfigen Soweto Gospel Choir. Elektrische Blues-Gitarren stehen hier neben oftmals nur regional bekannten Instrumenten. Der gleichzeitige Gebrauch von Techno-Rhythmen und handbetriebenen Trommeln klingt hier nicht wie ein Widerspruch, sondern erzeugt angenehme Reibungshitze. So nebenbei kommt die CD einer heute gebräuchlichen Feldforschungs-Methode entgegen: Musik-Ethnologen dokumentieren mit ihren Aufnahme-Geräten nicht nur jene musikalischen Werke, die in der jeweiligen Region entstanden sind; sondern sie lassen die Musiker mit deren Möglichkeiten allgemein bekannte Schlager interpretieren. Sie nennen diese Methode „Kontext-Forschung statt Text-Forschung“. Wer es mag, darf in dem hier verwendeten U2-Kontext aber auch ganz einfach nur träumen oder tanzen. wd@saw

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