Reisemagazin schwarzaufweiss

„Kunst & Architektur“ - eine Themenroute durch die Schweiz

Genfer Kultur ist international

Gehört Genf überhaupt zur Schweiz? Die ehrenwerte calvinistische Gesellschaft, die ihren Reichtum bis heute hinter den herrschaftlichen Mauern der Altstadt (Foto) verbirgt, scheint jedenfalls auf einer sozialen Insel zu existieren. Es ist eine mittelalterliche Kulisse, sicher, aber sie hat so ganz und gar nichts mit den eher ländlich-beschaulich anmutenden Fassaden der Altstädte von Basel, Bern oder Zürich zu tun. Hier in Genf gab Understatement schon immer den Ton an, und aus heutiger architektonischer Sicht möchte man bei den Häusern und kleinen Palästen auf dem Altstadthügel über Rhône und Genfer See von „schlichter Eleganz“ sprechen. Das gilt auch für die hoch aufragende Kathedrale St.-Pierre.

Schweiz - Genf: Altstadt

In den Villenvierteln am Genfer See versteckt sich eine internationale Schickeria aus Ölscheichs, Filmstars und abgedankten Diktatoren. In den noblen Geschäften verkehren die Mitarbeiter von Unterorganisationen der UNO, die hier ihren europäischen Sitz hat und mit einigen modernen Gebäuden durchaus architektonische Marksteine gesetzt hat, neuerdings vor allem der Glaspalast der Organisation Météorologique Mondiale. Gelungen ist auch die Transformation des ehemaligen Wasserkraftwerkes mitten in der Rhône, das nun als Kulturzentrum Forces Motrices eine Insel für Theater, Oper und Ausstellungen ist.

Schweiz - Genf: Kulturzentrum Forces Motrices

Kulturzentrum Forces Motrices

Genève, kein Zweifel, ist eine abgetrennte Welt für sich, man schaue nur einmal auf die Landkarte. Das hindert die dortigen Museen - rund fünfzig an der Zahl - allerdings nicht, sich regelmäßig mit außergewöhnlichen Sonderausstellungen in Szene zu setzen. Und die Ferdinand Hodler-Sammlung des Musée d´Art et Histoire, weltweit die bedeutendste, ist obendrein vom Feinsten.

 

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