Globi-Schloß in Disentis
Dies durfte auch Ulrich Stümpfig vom Disentiserhof in Disentis erfahren. Er eröffnete 1998 das Globi-Hotel im Schlösschen gleich neben dem Viersternehotel. Die Jahre zuvor sahen für den Disentiserhof nicht sehr rosig aus. Die Auslastungen ließen zu wünschen übrig.

Disentiserhof, rechts
das Globi-Hotel
(© Foto: Foto-Geiger)
Als dann der 66. Globi-Band "Hotel Globi" im Globi-Verlag erschien, kam man auf die glorreiche Idee, Globi zur Leitfigur des Disentiserhofs zu machen. Für 1,2 Millionen Franken wurde das Schlösschen - welches dem früheren Direktorenehepaar als Wohnung und Büro gedient hatte - in ein Globi-Schloss umgewandelt. Das Gebäude wurde vollständig ausgeräumt und auf Globi getrimmt. Die Zimmer sind entweder rot-schwarz tapeziert, an anderen Wänden finden sich ganze Globi-Geschichten. Der Heizraum wurde in eine Räuberhöhle umgewandelt. Dann gibt es auch ein Globi-Museum, ein Lego-Zimmer, ein Märlizimmer, einen Theatersaal, usw. Im obersten Stock und in den Türmchen wurden 23 Schlafplätze eingerichtet. Im angrenzenden Garten stehen ein Tippi und ein Ritterzelt. Zusammen mit Sponsoren wie Lego, Musikhaus Jecklin, Polaroid, den Bergbahnen Disentis und anderen konnten Stümpfig das Schlössli in ein Kinderparadies umwandeln. "Wir rechneten mit einem Zuwachs von höchstens 12 Prozent - eine Zahl, die bei weitem übertroffen wurde. Doch wir sind noch lange nicht fertig..."

Ferien mit - nicht von Kindern machen
Vom Feuer der Kinderhoteliers angesteckt, wagten das Ehepaar Kalbermatten vom Hotel Edelweiss in Blatten (Lötschental) den Schritt in Richtung Kinderhotel und traten dem Verein bei. Der Aufenthaltsraum wurde zum Spielzimmer umfunktioniert; direkt beim Haus erstellt die Gemeinde einen großzügigen Kinderspielplatz; die Speisekarte wurde angepasst, und bei der Renovation der Badezimmer wird an die Bedürfnisse der Kinder gedacht; die Doppelzimmer werden mit direkten Türen verbunden. "Familien mit einen kleineren Ferienbudget sollen bei uns ebenso willkommen sein wie finanzkräftigere Familien. Unsere Kinderbetreuung zielt darauf ab, dass die Eltern Ferien mit Kindern und nicht von den Kindern machen. Wir bieten pro Woche zwei Halbtagesprogramme für die ganze Familie. Außerdem werden wir nun auch die Hebel in der Region ansetzen müssen, sollte doch auch außerhalb des Hauses ein gewisses Familienprogramm vorhanden sein."
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