Etwas über den Hintergrund
Auch die Basler Fasnacht geht auf heidnische Sitten und Gebräuche zurück, die sich vor der Wiedergeburt der Natur nach dem Winter abspielten. Volkskundler wollen wissen, das Maskenwesen weltweit auf ursprüngliche Ahnenkulte und Fruchtbarkeitsriten zurück gehen. Die älteste Nachricht über das Ereignis stammt aus dem Jahr 1376. Für die Theologen des Mittelalter, die um die Moral der Bevölkerung bangten, waren Verkleidungen und Maskierungen verdammungswürdige Überreste des Heidentums, das es zu bekämpfen galt. Der Rat der Stadt erließ unzählig Verbote gegen die üppigen Zechereien auf den Stuben der Zünfte und Gesellschaften, gegen die Vermummungen, gegen das "Bremen" (mit Ruß beschmieren) und das gewaltsame in die Brunnen werfen von Leuten während der Fasnacht. Es ist kein Zufall, dass der Bildersturm, der in Basel die Reformation einleitete, am Fasnachtsdienstag 1529 losbrach.

Zur Fasnachtszeit fanden früher die Waffen-Inspektone der Zünfte und Vorstadtgesellschaften statt. Von Umzügen mit Maskenfiguren ist dabei die Rede. Mit Trommeln und Pfeifen war natürlich auch die Militärmusik dabei. Mit dieser Tradition hat es zu tun, dass die Basler Fasnacht noch heute mit dem Morgenstreich und jenem Trommel- und Pfeifenmarsch beginnt, der das Signal für "Sammlung" bedeutet.


Ein Gesetz von 1845, bei dem die Verwendung offener Fackeln am Morgenstreich wegen Feuergefahr verboten wurde, führte zur Entwicklung der für Basel typischen Fasnachtslaternen. Gegen die Blechmusik (Guggenmusiken) am Morgenstreich gab es schon 1876 heftigen Protest. Von 1934 an, nahmen die Guggenmusiken großen Aufschwung, so dass man ihnen den damals von den Cliquen nicht benutzten Dienstag zuwies. Sie sind heute noch vom Morgenstreich ausgenommen.
Die Basler Fasnacht beginnt jedes Jahr sechs Wochen vor Ostermontag mit dem Morgenstraich und dauert bis Mittwoch. Na dann, viel Spaß beim närrischen Treiben.
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