
Schneeloch mit Stil
Behaglicher Winterurlaub in Arosa
Text und Fotos: Hilke Maunder
Hervorragender Schnee, viel Sonne, Schweizer Gediegenheit und perfekter Service locken seit 1877 die Gäste nach Arosa. Der familienfreundliche Ferienort für Gutbetuchte, umgeben von einem Kranz sportlicher Hörner, bietet schneesicheren Schneespaß auf siebzig Kilometer Piste und vielfältige Varianten abseits im Gelände. „Ich fühle mich hier wohler als irgendwo“, schrieb bereits Thomas Mann 1938.

„Arosa ist bequem“, sagt Paul, ergreift die Ski des Gastes und geht durch die Schranke zum Lift. Automatisch wird das Ticket gelesen – berührungsfreier Zugang ist an allen dreizehn Liften und Bahnen im Skigebiet Standard. Auf einer Rolltreppe gleiten Gast und Privatlehrer zur Gondel; Minuten später auf der höchsten Rolltreppe Europas von der Bergstation zum Gipfel des 2.653 Meter hohen Weißhorns. Bevor jedoch die Ski angeschnallt werden, genießen die Gäste vom höchsten Punkt des Skigebietes den Rundblick auf die schneebedeckten Bergketten von Arosa.
Erholung statt Ehrgeiz
In dem gemächlichen Ferienort am Ende des Schannfigg-Tals spielt Erholung eine größere Rolle als sportlicher Ehrgeiz, wenngleich einige Pisten auch höhere Ansprüche an das fahrerische Können stellen – zum Beispiel an den Hängen des Weißhorns. Steil stürzt sich die schwarze FIS-Strecke zur Carmenna-Hütte den Hang hinab.

Weniger fordernd ist die rote Variante, die nach einem schmalen Einstieg breit ins Herz der Skiarena beim Tschuggen zurück führt. Von hier schweben Tiefschnee-Fans im Sessellift zum Brüggerhorn (2.447 Meter) mit seinen mittelschweren Abfahrten und abwechslungsreichem Tiefschneegelände. Einfache Pisten für Anfänger und Wiedereinsteiger finden sich am Tschuggen, zu dem sich von Innerarosa ein nostalgischer Lift mit Plastiklatten als Sitz emporschwingt.
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