Verglichen mit deutschen Freizeitparks sind die Eintrittspreise zivil. Kinder unter vier dürfen kostenlos hinein. Nirgends scheppern und dröhnen geldgierige Automaten. Alles, was man hört, sind lachende und spielende Kinder. Keine Attraktion kostet zusätzlichen Eintritt.

Spiel und Spaß
für Kinder
Elementare Erlebnisse reichen, um die Besucher in Astrid Lindgrens Welt zu begeistern: ein Baum zum Balancieren; Steine, über die man durch einen Bach springen kann; ein Kletterhaus mit Rutschen; ein Floß mit einer Ziehleine über einen Teich oder das große Haus. Hier sind Stühle, Tisch, Wände und Fenster so hoch, dass sich Erwachsene wie Kleinkinder fühlen. Die Kinder freuen sich, wenn sich Papa auf die mehr als 1,50 Meter hohe Sitzfläche eines Stuhls quält. Auch eine Idee der Schriftstellerin Astrid Lindgren.

Riesenmöbel im großen Haus
Eine Kämpferin für die Rechte der Kinder
"Wir wahren ihr Erbe", verspricht Marketingchef Nils-Magnus Angantyr. Ein Aufsichtsrat, in dem auch Astrid Lindgrens Tochter sitzt, passt auf, dass Astrid Lindgrens Welt in Vimmerby die ihre bleibt. Alles sieht so aus, wie es die am 28. Januar 2002 verstorbene Schriftstellerin und Kämpferin für die Rechte der Kinder in ihren Büchern beschrieben hat: die Mattisburg von Ronja Räubertochter, die drei roten Bauernhäuser von Bullerbü, Michels Hof mit den großen Holztieren zum Klettern, Katthult, Birkenlund, Pippis "Nicht-den-Boden-Berühren"- Parcours oder Lottas Küche, heute ein gemütliches, helles Selbstbedienungsrestaurant mit eigenem kleinen Kinderbüffet.
Mit dem Astrid Lindgren Haus hat der Park seiner Schöpferin 1998 ein rührendes Denkmal gesetzt. Die Ausstellung erzählt mit liebevoll nachgebauten Objekten sowie vielen Fotos und Dokumenten Astrid Lindgrens bewegtes Leben.

Im Astrid Lindgren Haus
Der Rundgang beginnt in der Küche des elterlichen Bauernhofs, wo man manchmal die kleine Astrid oder ihre Mutter singen hört. Hier hat sie, wie sie später sagte, die Geborgenheit und die Freiheit erhalten, aus der ihre Lebenskraft, ihre Zuversicht und ihre Kreativität wachsen konnte. Die nachgebaute Scheune mit der lebensechten Landstreicherpuppe erinnert an Astrids unbeschwerte Begegnungen mit den Vagabunden, die sie in mehreren ihrer Bücher verewigt hat.
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