Ausrüstung:
Bei
Wintertouren nur bestes Equipment einsetzen! Zeltmäßig unschlagbar
sind die verschiedenen Hilleberg Varianten. Telemarkski mit Rottefälla-Bindung
sind ebenso notwendig wie gute Skischuhe mit Innen- und Außenschuh,
etwa die Winterfjell extrem (bei Globetrotter) oder Terminator von
Scarpa. Verschiedene Pulkavarianten sind bei über einschlägige Equipmenthäuser
zu beziehen.
Extrem
warme Kleidung,
insbesondere
im Kopf-, Hand- und Fußbereich sind lebensnotwendig. Wir kleiden uns
immer nach dem „Zwiebelprinzip“ d.h. so, daß wir Schicht für Schicht
ausblättern können.
Tagsüber
Goretexkleidung mit herausnehmbaren und winddichtem Fleece. Hier haben
wir mit den Produkten der Firma Spray Way gute Erfahrungen gemacht.
Große Reißverschlüsse unter den Armen sind wichtig zur Temperaturregulierung.
Bei Schneestürmen hält die Goretexhose nicht nur die Beine trocken,
sie dient trotz des langen Reißverschluß auch als guter Windschutz.
Wichtig auch: Skibrille, Mundschutz aus Neopren und extrem gute Stulpenhandschuhe!
Doch bei - 20 bis -30 Grad Celsius hilft manchmal, auf jeden Fall abends nur noch gute Dauenbekleidung von Kopf bis Fuß. Auch da wird man bei Spray Way pfündig. Das Obermaterial Drilite bei den Jacken der Firma Mountain Equipment (vertrieben durch Invia) zeichnet sich durch Wasser- und Winddichtigkeit aus. Im Zelt hatten wir warme Daunenschuhe, mit denen man auch mal vor die „Tür“ in den Schnee konnte (z.B. als die Polarlichter am Himmel flackerten.)
Natürlich darf der Schweiß nicht auf der Haut kleben bleiben, sondern sollte durch die Unterwäsche nach außen abgegeben werden. Deshalb bloß keine Baumwolle, sondern besser auf die speziellen Produkte der Ausrüster zurückgreifen.
Als Schlafsack hat sich Daune mit wasserabweisendem Obermaterial sehr gut bewährt,
denn wenn die Daune durch das Kondenswasser (täglich mehrere Kilo Schnee
zu Trinkwasser schmelzen) erst naß wird, fällt sie zusammen wie ein
nasser Sack. Gut Erfahrungen haben wir mit dem Spitzenprodukt der Firma
Marmot gemacht, dessen Außenhaut aus Goretex.
Bei Mountain Equipment sorgt das geniale Außenmaterial Drilite für Wasser-
und Winddichtigkeit, es ist leicht und klein packbar .Bei -30 Grad Celsius
es im „Everest“ immer noch kuschelig warm. Wer in seinem Schlafsack
frieert, der kann eventuell noch die Daunenjacke um die Füße wickeln.
Wir hatten trotz einer guten Kapuze am Schlafsack immer noch eine Sturmhaube
aus Fleece an.
Schwere
Lasten, guter Rucksack, im
Klartext: ein Gregory made in USA. Ebenfalls vertrieben von der Firma
Invia. Dank dem integrierten Tragegestell und der erstklassigen Verarbeitung
lassen sich selbst Lasten von 30 Kilogramm noch bewältigen.
Für viele Wanderer gehört der Höhenmesser noch zur Sonderausstattung, doch ich möchte bei meinen Touren auf den
Avocet nicht verzichten. Der Barometer war im Schneesturm während 36
Stunden im Zelt unser einziger „Lichtblick“, konnten wir doch genau
sehen wie das Tief buchstäblich über uns hinweg fegt.
Sarek:
Oberhalb des Polarkreises im Gebirgsmassiv nahe der norwegischen Grenze
gelegen, stellt der Sarek-Nat.-Park mit den umliegenden Padjelanta und
Stora-Sjöfallet Nat.-Park ein nahezu absolut menschenleeres Gebiet dar,
das größenmäßig mit dem Saarland zu vergleichen ist. Hochalpines Terrain
mit Gebirgsketten bis zu 2000m Höhe und urstromähnliche Täler vermischen
sich zu einem landschaftlich äußerst reizvollem Gesamtbild, das im Sommer
nur die Mücken stören. Mögliche Routen verlaufen entlang der relativ
gut einsehbaren Täler. Der Ausgangspunkt Ritsem (STF-Fjällstation/Übernachtungsmöglichkeiten)
empfiehlt sich deshalb, weil man von hier aus zu fast allen Zielpunkten
höhenmäßig insgesamt absteigt
Literatur:
Nilson,
E., Sarek,
leider meist nur noch antiquarisch zu haben. Bildband mit gutem Überblick
über Flora, Fauna und Geographie.
Betz, K., Wanderwege in Skandinavien, Bruckmann Verlag München.
Kompetent gemachter Bild- und Infoband zu den wichtigsten Trails im
gesamten Norden.
STF, Gebirgswandern
in Schweden.
Vom schwedischen Gebirgs- und Wanderverein (STF) jährlich neu herausgegebenes
Werk mit allen aktuellen Infos zu allen Wanderrouten in schwedischer
Sprache. Nur über den schwedischen STF zu beziehen. Im Nordis-Verlag
als deutschsprachige Fassung leider nicht immer ganz aktuell.
Baesgen, Bert u.
Marlene, Schweden,
Velbinger Verlag, 522 S.. Informatives Standardwerk über Gesamtschweden
mit Detailinformationen zu Kungsledenwanderrouten und zum Sarek.
Karten:
Nahezu in allen guten schwedischen Buchhandlungen und im deutschen Fachhandel
erhältlich: Nya Fjällkartan BD 10.
Informationen:
Schweden-Werbung für Reisen und Touristik GmbH - Next Stop Sweden, Lilienstr. 19, 20095 Hamburg, tel. 040/330185, Fax 040/330599
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