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Auch sie stammt nicht von der Insel, sondern aus Yorkshire, wo sie einst Lehrerin war. Doch sie kam mit den Kindern nicht zurecht. "Sie waren verroht, verteilten Punkte an die Mitschüler, die uns Lehrer am meisten auf die Palme trieben." Sie verlor das Vertrauen in sich selbst, trotz mehrerer Therapien. Und dann las sie 1975 diesen Einzeiler in der Zeitung: "Schottland. Köchin für christliches Konferenzzentrum gesucht!" Es war das Bischofshaus auf Iona, und Joyce packte sofort ihre Koffer. Sie war zuerst sehr glücklich hier, aber dann bekam sie Minderwertigkeitsgefühle: Sollte das wirklich alles gewesen sein? Mit gerade mal 29 eine kleine Köchin im Bischofshaus? Bis sie eines Tages ganz allein in der Kapelle saß, auf die brennenden Kerzen schaute und begriff: Nicht die Flamme, sondern der Lichtschein ist das Wichtigste auf dieser Welt. Und da war sie plötzlich eins mit sich, wollte keine Karriere mehr machen, sondern nur noch anderen Wärme und Geborgenheit schenken.


Joyce Watson

Auch mit bed and breakfast, das sie seit zwei Jahren allen bietet, die an ihre Tür klopfen. Das Haus, in dem sie seit dieser Zeit allein lebt, hat sie von einer Freundin geerbt, die auf Iona geboren und gestorben ist.

Fühlt sie sich nicht manchmal auch einsam?

"Oh nein. Ab Ostern kommt die ganze Welt auf diese Insel hinter dem Ozean. Erst Ende Oktober wird es still. Ich liebe diesen Kontrast - den quirligen Sommer, und im Winter dann die innere Einkehr. Aber du musst ein unabhängiger Geist, mit dir selbst zufrieden, allein sein können, um das auszuhalten".

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