DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Nach der ersten Aufregung ist es Zeit für den Sundowner im offenen dining Bereich. Eine beeindruckende Szenerie mit diesen mächtigen Affenbrotbäumen, die diesen Platz schmücken. Einige Impala kommen neugierig näher, um uns zu beobachten. Sie sind jedoch schnell wieder verschwunden und drei Elefanten grasen gemütlich weiter. Aber auch sie ziehen bald von dannen, und wir machen es uns am Lagerfeuer gemütlich. Nach einem regen Austausch der Tageserlebnisse essen wir an einer langen Teakholztafel mit allen Gästen zusammen zu Abend.

Sambia / Zambesi - Dining Table

Schon binnen kurzer Zeit herrscht helle Aufregung, denn der alte Knabe Paul, das sogenannte Camp Hippopotamus, grast neben uns beim Dinner und lässt sich überhaupt nicht stören. Als dann auch noch eine Tüpfelhyäne Gesellschaft leistet, fange ich langsam an, mir Gedanken über die bevorstehende Nacht zu machen. Wohlwissen nehme ich noch 2 Glas Wein zu mir und das Abenteuer kann beginnen. Auf dem Weg zu unseren Zelten werden wir Gäste von den Guides begleitet, denn das Camp ist nicht umzäunt. Es dauert gar nicht lang, da muss die ganze Mannschaft kehrt machen, denn Paul (das ‚Camp Hippo‘) bahnt sich soeben seinen Weg, welcher unseren kreuzt und hat dann natürlich zusätzlich zu unserem Respekt auch Vorfahrtsrecht.

Sambia / Zambesi - Boabab
Baobab-Baum

In meinem Palmhouse angekommen, überlege ich noch ganz schnell, ob ich nicht vielleicht doch mit in eines der anderen Zelte huschen sollte, aber wozu sonst wäre das Palmhouse konstruiert worden, wenn nicht für abenteuerliche Nächte mit afrikanischer Geräuschkulisse. Der Wein tut sein übriges und schnell schlafe ich ein. Dennoch wache ich regelmäßig auf, lausche ob alles in Ordnung ist und finde wieder Schlaf, bis ich dann gegen 3:00 Uhr morgens aufwache und das Gefühl habe, der Busch erwacht um mich herum. Lautes Grunzen der Flusspferde wird mit der aufwehenden Brise Wind zu mir getragen. Die Blätter rascheln in den Bäumen und die Phantasie fängt an zu blühen, ich erinnere mich an die Hyäne, die wir zum Abendessen gesehen haben und spüre förmlich jeden Herzschlag. Ich versuche, ob ich im Dunkeln irgend etwas ausmachen kann, aber die Nacht ist stockfinster, und ich hoffe, dass es bald hell wird. Die Zeit jedoch scheint still zu stehen und die Nacht ewig lang zu sein! Irgendwann muss ich wieder eingeschlafen sein, und als ich wach werde, ist es hell und alles scheint so friedlich und harmlos zu sein. Ich kann mir ein schmunzeln nicht verkneifen, wenn ich an meine Gedankengänge der zurückliegenden Nacht denke. Ein Fischadler schreit in der Nähe, und ich bin wieder in den Bann gezogen und fasziniert von soviel Natur pur!

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