DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Dann geht es los, und wir lassen die Zivilisation komplett hinter uns. Wir fahren über die mächtige Staumauer des Kariba Damm’s auf die zambische Seite des Flusses. Die Grenzformalitäten waren schnell erledigt, die Grenzbeamten freundlich. Sie lächelten uns zu und frönten dem Hobby, dem alle afrikanischen Beamten nachzugehen scheinen: große Stempel in Reisepässe knallen, dreimal auf das Stempelkissen und dann mit Schwung in den Pass. Und da ist er schon, der Zambezi, der mächtige Fluss, der uns die nächsten Tage durch ein wahres Naturparadies führen soll. Und da entdecken wir auch schon vier Kanus am Ufer, 5,90 m lange kanadische Kanus, unser Fortbewegungsmittel für die kommenden Tage. Ein Blick in die Gesichter unserer Gruppe verrät irgendwo doch eine Art Beklemmung. Ein Kanu nach dem anderen wird ins Wasser gelassen, nachdem wir nochmals die wichtigsten Regeln gesagt bekommen haben.

Sambia / Zambesi - Start der Kanutour
Der Start ins Wasser - Beginn der Kanutour

Schon bald hat sich jeder mit dem Kanu, der Nähe zum Wasser und den Geräuschen der Wildnis vertraut gemacht und der Gesichtsausdruck wechselt rasch zu Faszination! Mit unserer ersten Tagesetappe liegen 10 km vor uns. Das Gesagte in die Tat umzusetzen, erscheint manchmal gar nicht so einfach, da eckt schon einmal ein Kanu ans Ufer oder schafft es nicht, um ein ins Wasser hängendes Gestrüpp herum zu fahren, und dann wieder die richtige Richtung zu drehen, will auch gekonnt sein. Immerhin, nach kurzer Zeit hatte auch von uns ‚Erstkanuten‘ jeder den Dreh raus.

Immer wieder kommen wir an sogenannten Waschplätzen am Fluss vorbei. Die Frauen sind es, die hierher kommen, um die Wäsche zu waschen. Kleine Gitter aus Holz begrenzen ihren Waschplatz, um sie vor den Krokodilen zu schützen. Hier und da zeugen umherstreunende Hunde von nahegelegenen Dörfern. Sonst sehen wir fast keine Menschenseele. Mal hier zwei Jungs, die sich die Haare im Zambezi waschen und uns freundlich zulächeln und da ein paar Fischer in Einbaumbooten, die uns überglücklich ihren Fang zeigen – drei kleine Barsche und ein Tigerfisch. Aber Zeit scheint hier keine Rolle zu spielen.

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