
Ein Fieber namens Rom
Text und Fotos: Ana Roman
Alljährlich im Frühling beginnt eine Krankheit zu grassieren, die nicht nur weltweit verbreitet, sondern zudem unheilbar ist: das Romfieber. Es befällt Kunstliebhaber, Amateurarchäologen, Historiker, Gourmets, Modefreaks, Antiquitätensammler, völlig normale Menschen wie Sie und mich.

"Neapel sehen und sterben?" Da lächelt der Rominfizierte nachsichtig und stellt richtig, daß eine Begegnung mit Rom noch viel dramatischer endet, als Sucht nämlich. Denn wer Rom einmal gesehen hat, kommt immer wieder.

Den Römern ist´s recht, sie wachsen in diesem ständigen Gewusel staunender, umherwandernder, mit Reiseführern und Stadtkarte ausgestatteter Besucherströme auf und sorgen ihrerseits dafür, daß das Ganze, nämlich ihre Stadt, wie ein einziges, nicht zu organisierendes Chaos erscheint. Das, was neben der einzigartigen Fülle antiker und in die Stadt integrierter Relikte den Charme und die unschreiblich kribblige, aufregende und anregende Atmosphäre Roms ausmacht.