Reiseführer Rom
Sonstige Sehenswürdigkeiten

Via Veneto: In den 1950/60ern der Laufsteg des cineastisch boomenden Roms. Flaniermeile der Schönen und Reichen, der Stars und Sternchen. Mit den sündteuren Edelhotels Excelsior und Ambasciatore Palace und Harry´s Bar im Mittelpunkt, mit zahlreichen, aber auch teuren Restaurants entlang der Trottoire. Dennoch: Man muss hier gewesen sein!
Sieben Gotteshäuser wie am Band: Ausgangspunkt ist der Hauptbahnhof, von dort sind es nur wenige Schritte zur Piazza dell' Esquilino, die von der Basilica Santa Maria Maggiore völlig beherrscht wird. Die größte Marienkirche Roms trägt den höchsten Campanile der Stadt und wird zudem als deren architektonisch „schönste Kirche“ bezeichnet. Nicht weniger eindrucksvoll ist die Begegnung mit Michelangelos Moses, jener berühmten Statue, die das Herzstück von San Pietro in Vincoli an der Via Cavour darstellt.
Am Colosseum vorbei führt der Weg in die Via Labicana nach San Clemente, einer baulichen Symbiose dreier bedeutender Epochen: Die Oberkirche entstand während der Renaissance, darunter liegt ein frühchristliches Bauwerk, das seinerseits auf einem römischen Haus aus der Antike erbaut wurde.
Über die Via del San Giovanni in Laterano erreicht man zunächst die mittelalterliche Wehrburg Santi Quattro Coronati und dann den Lateran Palast, wo zur Zeit der Verfolgung die Päpste Schutz fanden. Ernsthaften Pilgern ist dieser Ort ein Begriff, erwartet einen Sündenerlass doch den, der die Stufen der Scala Santa auf Knien betend erklimmt.
Eine weitere Pilgerkirche ist Santa Croce in Gerusalemme (44) an der mächtigen Porta di San Giovanni gelegen, einem der 16 antiken Stadttore der Aurelianischen Stadtmauer.
Nun wird die Wegstrecke ein wenig länger, führt auf die andere Seite des Bahnhofes und über die Via Tiburtina bis zur Basilica San Lorenzo Fuori le Mura. An den Wänden der Vorhalle befinden sich die Portraits aller Päpste, bei Petrus angefangen.
San Lorenzo: Einst von tôut Rom als Arbeiterviertel und kommunistische Zelle gemieden, hat sich das Wohn-Kneipenviertel längst zur Szenebühne entwickelt. Wobei die Schickeria hier nicht anders behandelt wird als ein mittelloser Student. Preiswertes, aber leckeres Hausgemachte, kräftige Weine, Diskussionen und Palaver um Gott und die Welt bis tief in die Nacht - mit garantiertem Wohlfühleffekt.
Ein besonderer Tipp der Autorin
Auf dem Tiber durch Rom
Mit dem Boot den Tiber zu befahren und dabei das Erlebnis Rom einmal von dieser Seite auf sich wirken zu lassen, ist eine sehr reizvolle Offerte der Ewigen Stadt. Die Umsetzung ist völlig unkompliziert: Tickets verkaufen alle Touristeninformationen und die Kioske an den jeweiligen Anlegestellen. Diese befinden sich an fast jeder Brücke. Was auch bedeutet, dass man nur so weit mitfährt, wie man möchte. Doch sollten Sie sich darauf einstellen, dass Sie, einmal damit angefangen, den ganzen Trip mitmachen werden, und am liebsten auch wieder zurück und am nächsten Tag wieder, denn - Rom zu erwandern oder von einem der Sieben Hügel zu betrachten, ist ein Frönen der puren Lust am Gesamtobjekt. Rom jedoch vom Rio Tevere, der Lebensader des antiken Roma, zu erblicken ist das Eintauchen in die einzigartige Schönheit, das unvergleichliche Flair dieser wunderbaren Stadt!