Urlaub für Träumer und Aktive
Was einem Dithmarscher zum Thema Urlaub in Masuren einfällt
Text und Fotos: Brigitte Jäger-Dabek
Einst hieß dieses Land Ostpreußen und Masuren, das Land der Wälder und tausend Seen war schon vor dem Krieg eine bekannte Ferienlandschaft. Heute gehört dieser Teil Ostpreußens zu Polen, nur noch 20 000 Deutsche leben dort und sind zur Minderheit in ihrer Heimat geworden.
Sareiken sei leicht zu finden, erklärt man im Lycker Wasserturm, dem Vereinssitz der deutschen Minderheit in Lyck und gibt dem interessierten Touristen gleich eine Skizze mit. Überhaupt kenne Jochen Elsner, den Vizevorsitzenden des Vereins, jeder in der Gegend. Schließlich sei es der Gesprächsstoff in der Gegend, dass der Elsner einen Bärenpark aufmachen wolle, hört man in Lyck.
Nur ein paar Kilometer von Lyck entfernt fährt man durch eine hügelige Landschaft, hier und da ein See zwischen sanften Hügeln Kuppen. Ein gemütliches abgeschiedene Land, still, fast etwas kauzig wirkend, genau wie der Lycker Schriftsteller Siegfried Lenz die Typen und Originale seiner Heimat beschrieb.

Masurische Landschaft bei Lyck
Sareiken heißt das Dorf, verträumt, als wäre die Zeit in diesem hintersten Winkel Masurens stehen geblieben. Sareiken, nicht Suleyken, wie das fiktive Dorf der Lenzschen Erzählungen. Immerhin - so kann man sich Suleyken vorstellen, und wenn man Lenz glaubt, musste man sich in dieser Gegend auch früher schon nicht so bald wundern. Da ist es nicht einmal erstaunlich, dass es einen Mann wie Jochen Elsner gerade in diese Gegend verschlagen hat.
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