
Burg in Bytow
Vom Gipfel des Dünengebirges hat man einen weiten Blick über die „Polnische Sahara“, die von der UNESCO zum Weltbiosphärenreservat erklärt wurde. Am schönsten ist es dort zum Sonnenuntergang, wenn die lärmenden Schulklassen sich bereits auf dem Rückweg befinden. Wären da nicht noch die Ostsee und die Seen auf der anderen Seite und das Kreischen der Möwen, man könnte wirklich glauben, mitten in der Sandwüste zu sein.

Wanderdünen bei Leba
Von hier bis in den äußersten Osten der Halbinsel Hel säumt ein phantastischer breiter Sandstrand die Küste. Auf langen Strecken ist er abgeschieden und unberührt. Den wenigen Urlaubsorten an der Ostsee wie Karwia oder Jastrzebia Gora fehlt leider jeglicher Charme. Imbiß- und andere Buden sowie Campingplätze reihen sich aneinander. Alles sieht schnell zusammengezimmert, provisorisch aus. Jedenfalls nicht dazu angetan, den kostbaren Urlaub zu verbringen. Im Sommer, wenn es halb Polen an die Ostsee zieht, ist hier ohnehin kein Zimmer zu bekommen. Die Badeorte auf Hel sind ansehnlicher, vor allem die gleichnamige Ortschaft ganz am Ende der 35 Kilometer langen Nehrung. Dort gibt es noch ein paar Fischerkaten mit Geschäften und Restaurants darin. Die trutzige gotische Kirche mitten im Ort beherbergt ein Seefahrtsmuseum.
Die Kaschuben gaben der Halbinsel den klangvollen Namen Krowi Ogon. Das heißt nichts weiter als Kuhschwanz, beschreibt aber völlig zutreffend den Umriss. Hel ist lang und schmal, an einigen Stellen gerade mal 500 Meter breit. Obwohl es so eng ist, hat sich das Militär auf der Landzunge eingerichtet und Gelände links und rechts der Straße abgesperrt.
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