Wir haben das Auto in Kartuzy stehen lassen und sind mit dem Fahrrad in der Kaschubischen Seenplatte unterwegs. Die Kaschubische Schweiz, das Herzstück der Region, liegt nur etwa dreißig Kilometer westlich von Danzig. Also Lichtjahre entfernt vom Rummel an der Ostsee und den Ballungszentren an der Danziger Bucht. Vor uns liegt die reinste Idylle.

Wer sich die Mühe macht, bis zu 330 Meter hohe Moränen hinaufzuradeln und Wege abseits der großen Straßen zu suchen, wird mit malerischen Bildern belohnt. Bilder, die man bei uns nicht mehr kennt. Pferdefuhrwerke auf Alleen. Gäule, die im Gespann pflügen und mähen. Schnatternde Enten, kollernde Truthähne und angebundene Kühe. Gänse, die in Begleitung einer Magd von der Wiese heim auf den Hof marschieren.

Zwischen dunklen Wäldern, grünen Wiesen und gelben Getreideschlägen schimmern blaue Seen, 517 sollen es sein. Der Boden ist sandig, angebaut werden daher vorwiegend Kartoffeln und Hafer. Wie schön sehen die Hocken aus auf den abgemähten Feldern, die zusammengesetzten Garben mit blühenden Disteln und Kornblumen darin.

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