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Das Ende dieser Ära der Wohlhabenheit deutete sich mit der ersten Polnischen Teilung 1772 an, als Danzig sein Vorland verlor und die preußische Zollgrenze den Handel behinderte. Preußen verleibte sich Danzig ein, was keineswegs mit Entzücken zur Kenntnis genommen wurde. Langer Markt DanzigJohanna Schopenhauer, die Mutter des großen Philosophen, hielt den Einzug der Preußen jedenfalls für etwas ganz Schreckliches.
Der vordem gänzlich unbedeutende Gedanke der Nation, ein Kind der Französischen Revolution und vor allem der Napoleonischen Befreiungskriege, schwappte in Gestalt des Nationalismus auch nach Danzig. Er versuchte in seinem Germanisierungswahn polnische Spuren der Geschichte auszulöschen. (Foto: Langer Markt)

Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg wurde Danzig zur Freien Stadt unter Kontrolle des Völkerbundes. Dem Versailler Vertrag zufolge bildete Danzig eine Zollunion mit Polen. Von hier ging der Zweite Weltkrieg aus: mit der Beschießung der Westerplatte und der Polnischen Post begann ein Martyrium, an dessen Ende das alte Danzig in Schutt und Asche sank.

Doch auch danach gab es immer wieder Bewegung in Danzig. Erinnern wir uns an die kommunistischen Unruhen: die Danziger Leninwerft wurde der politische Unruheherd der Nation. 1970 gab es dort Tote, als demonstrierende Arbeiter erschossen wurden. Zehn Jahre später wieder ein Streik nach Preiserhöhungen. In Folge dieses Aufstandes geriet das System ernsthaft ins Wanken und musste die Gründung der Solidarnosc, der ersten freien Gewerkschaft im Ostblock zustimmen. Das Denkmal für die Toten von 1970 wurde schließlich zum Symbol dessen, was von hier ausging: gut zehn Jahre später gab es keinen Ostblock mehr und der damalige Arbeiterführer Lech Walesa war der erste frei gewählte Präsident Polens.

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