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Reiseführer Paris

In Paris unterwegs (Verkehr)

Paris: Paris vom Wasser aus

Paris vom Wasser aus

Wer nicht unbedingt in Paris mit dem Auto unterwegs sein muss, sollte es sein lassen: Stau und mitunter unkonventionelle Fahrweisen lassen den Stresspegel steigen. Parkplätze sind rar und teuer, wer am Straßenrand parkt, muss nicht Münzen in den Parkautomaten werfen, sondern am Kiosk eine Guthabenkarte fürs Parken kaufen – Preis: ab 10 €. 

Einfacher, preiswerter und typischer pariserisch ist es daher, den sehr gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr zu nutzen: Paris rühmt sich, das weltweit bestausgebaute und größte Netz zu haben. Auch, wenn da etwas sehr viel Patriotismus mitschwingen sollte bei diesem Superlativ, beeindruckend ist das Angebot schon: 14 Metrolinien durchqueren mit Zügen auf Gummireifen auf 215 km Gesamtlänge die Stadt, alle 500 Meter gibt es eine der insgesamt 301 Stationen. 59 Buslinien ergänzen das Metronetz; speziell für Touristen gibt es zudem den Balabus, der  von Ost nach West, vom Gare de Lyon bis zur Grande Arche de la Défense die meisten großen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt anfährt. Für Nachtschwärmer gibt es 45 Nachtbuslinien, „Noctilicien“ genannt. Seit 2003 gibt es zudem wieder eine Straßenbahn in Paris; von den geplanten sieben Linien sind bereits vier in Betrieb – T1-T4.

Paris: Metro

Eine Metrofahrt im Stadtgebiet (Zonen 1 +2) kostet 1,70 €; Kinder von vier bis elf Jahren zahlen die Hälfte. Günstiger ist es, ein „carnet“ mit zehn Fahrscheinen zu kaufen. Wer länger in Paris bleibt, kann mit dem Pass „Navigo“ sparen, der wochen- oder monatsweise aufgeladen werden kann und auch beim Entleihen des Stadtrades „Vélib“ Rabatte bringt. Einen Tag lang freie Fahrt im ÖPNV bietet die Tageskarte „Mobilis“. Bei „Paris Visite“ ,  gültig an 1, 2, 3 oder 5 aufeinander folgenden Tagen in den Zonen 1 bis 3 oder 1 bis 6, gibt es zum Fahrschein noch Rabatte bei den Kooperationspartnern– wer sie nicht nutzen will, sollte diese Fahrkarte nicht kaufen!

Weitere Infos zu Fahrkarten und Netzplänen gibt es auf der Website des Verkehrsverbundes RATP, www.ratp.fr/en/ratp/c_20586/tous-les-titres-et-tarifs.
Auf der Seine verkehrt neben den Ausflugsschiffen, die auf festen Routen die Pariser Sehenswürdigkeiten von der Wasserseite präsentieren, der Batobus als Hop On, Hop Off-Service (www.batobus.com).

Paris: Fahrradverleih, Leihsystem Vélib

Paris mit dem Fahrrad


Seit 2007 gibt es zudem das Leihsystem Vélib (www.velib.paris.fr). Bürgermeister Bertrand Delanoë verfolgte damit das Konzept, der Stadt ein jugendliches Flair zu geben und sie attraktiver für junge Talente zu machen. Betreiber des Pariser Vélib-Parks von 20.600 Rädern ist JCDecaux, der dafür im Gegenzug rund 2.000 Werbeflächen der Hauptstadt vermarkten darf. Das Entleihen erfolgt mit Kreditkarte und selbst gewählter PIN, zur Rückgabe wird das Rad in einen freien Ständer einer Station geschoben – bei attraktiven Zielen sind häufig jedoch keine Rückgabeplätze mehr frei. Nach dem Erfolg von Vélib’ gibt es in Paris und 45 Nachbargemeinden auch Autolib’ (www.autolib.eu): ein öffentliches Carsharing-System mit Elektrofahrzeugen, das seit Dezember 2011 ausgebaut wird. Geplant sind 1.000 Stationen, davon 700 in Paris, mit 3000 Bluecars von Bolloré, die dank ihrer 240 kg schwere Lithium-Polymer-Batterie einen Radius von 200 bis 250 Kilometer haben und maximal 125 km schnell sind.

Paris: Autolib, Carsharing mit Elektrofahrzeugen

Autolib, Carsharing mit Elektrofahrzeugen


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