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Reiseführer Paris

Paris an einem Wochenende

Paris: Quartier Latin

Im Quartier Latin

Freitag

18:00 Uhr: Bienvenue an der Seine. Zum ersten Einstimmen fahren Sie mit der Métro oder RER B zur Station St-Michel – Notre Dame. Lassen Sie sich durch das Gassengewirr des Quartier Latin treiben mit seinen vielen Lokalen, Bars und Boutiquen, wo Studenten und Studierte, Touristen und Einheimische sich mischen und fürs typische Pariser Flair sorgen.

20:00 Uhr: Zum Dîner haben Sie sich einen Tisch im ältesten Lokal von Paris reserviert: im Procope in der Rue de l’Ancienne Comédie 13 – nicht nur Voltaire, Victor Hugo und Paul Verlaine schlemmten hier gerne, sondern selbst der  erste Kaiser der Franzosen, Napoleon (www.procope.com). Zu edel oder teuer? In der Rue Saint-Séverin kämpfen die Restaurants mit Dumpingpreisen ab 13 Euro für ein Dreigänge-Dinner um die vielen Touristen, die durch diese malerische Gasse bummeln.

Paris: Conciergerie bei Nacht

Die Conciergerie bei Nacht

22:00: Nachts werden zahlreiche Bauten und die meisten Seine-Brücken kunstvoll illuminiert. Bummeln Sie am Rive Gauche die Seine entlang bis zur Brücke, die zur Spitze der Île Saint-Louis führt, auf der Rue Saint-Louis-en-l’île hin zur Pont St. Louis, und auf der Île de la Cité vorbei an der angestrahlten Kathedrale Notre Dame und der Conciergerie, in der Marie-Antoinette auf ihre Hinrichtung wartete, bis zur ältesten Brücke von Paris, der Pont Neuf. Am Quai des Augustins geht’s auf dem linken Seine-Ufer zurück zur Station Saint-Michel – Notre Dame.

Sonnabend

9:00 Uhr: Nach dem Frühstück im Hotel oder einem kleinen Café verschafft der Besuch des Eiffelturms einen umfassenden Überblick über die französische Hauptstadt. Tipp: Kaufen Sie das Ticket vorab im Internet – und seien Sie gleich früh zur Turmöffnung dort, um die sonst sehr langen Warteschlangen zu vermeiden.

11:00 Uhr: Die besten Crêpes der Stadt gibt es beim Marktstand an der nahen Brücke Pont d’Iéna – im Winter wird dort auch Glühwein ausgeschenkt. Ebenfalls an der Brücke befinden sich die Anleger der Seine-Ausflugsschiffe. Beim Batobus, dem einzigen Hop On, Hop Off-Service auf der Seine, können Sie die Fahrt beliebig unterbrechen, bei den komfortableren Bateaux Mouches und Bateaux Parisiens gibt’s eine Stunde lang in vielen Sprachen Erklärungen zu den Sehenswürdigkeiten, die vorbei gleiten.

Paris: Paris vom Wasser aus

Paris vom Wasser aus

12:00 Uhr: Bummeln Sie durch die Jardins du Trocadero die Treppen hinauf zum neoklassizistischen Palais de Chaillot, der nehmen dem Théâtre national de Chaillot mehrere Museen birgt. Besonders sehenswert ist die Cité de l’architecture  du patrimoine, da die Geschichte der französischen Architektur vom 12. Jahrhundert bis heute mit Teil-Nachbauten denkmalgeschützter  Monumente vermittelt wird. Jetzt brauchen Sie eine Pause: Das Café des Architekturmuseums eröffnet Paradeblicke auf den Eiffelturm!

14.30 Uhr: Per Bus oder zu Fuß geht es die Avenue Kléber hinauf zur Place de l’Étoile –  von der Aussichtsterrasse des Triumphbogens ist das Verkehrsgewühl des sternförmigen Platzes besonders eindrucksvoll. Berühmteste der zwölf Straßen, die in ihn münden, ist die Champs-Elysées . Bummeln Sie auf der berühmtesten Flaniermeile der Stadt vorbei an Flagship Stores, Lokalen und Boutiquen mit berühmten Namen.

16 Uhr:  In Hausnummer 75 residiert Ladurée (www.laduree.fr): Im Shop werden die berühmten Macarons kunstvoll verpackt; im ersten Stock lädt ein elegant-nostalgischer Salon zur Teatime mit Stil. Auf der anderen Straßenseite schräg gegenüber eröffnete das Maison Guerlain, im Haus Nr. 68 1939 das erste Spa der Welt. Andrée Putman und Maxime d’Angeac haben es behutsam neu gestaltet. Seine Massagen und Beautyanwendungen sind längst genauso legendär wie die Parfüms, die Geschichte geschrieben haben. Mitsouko, Shalimar und L’Heure Bleue: Hier ist ihre Heimat.

18:00 Uhr: Die Champs-Elysées enden an der Place de la Concorde, auf der sich im Winter ein Riesenrad dreht. Das ganze Jahr hindurch bringen Rikschafahrer und Solarradkutschen für wenige Euro zur Place Beaubourg – der riesige Platz vor dem Centre Pompidou ist eine beliebte Bühne für fliegende Portraitisten und Straßenkünstler. Östlich des Kulturzentrums beginnt das Marais. Der ehemalige „Sumpf“, den Templermönche trockenlegten, gehört heute zu den angesagtesten Szenevierteln und ist zugleich das Gay Quarter der Stadt. Neben Modemachern und Lifestyle-Läden haben sich zahlreiche Galerien zwischen der Boulevard du Temple im Norden, dem Boulevard Beaumarchais im Osten, der Seine im Süden und dem Boulevard de Sébastopol im Westen niedergelassen. Die spannendsten Adressen sind Emmanuel Perrotin in der Rue de Turenne 76, Almine Rech in der Rue Saintonge 19 und Thaddaeus Ropac in der Rue Debelleyme 7.

20:00 Uhr: Franzosen lieben Meeresfrüchte – die Bar au Huitre (www.lebarahuitres.com) am nahen Boulevard Beaumarchais 33 inszeniert Seafood als spektakuläre Sinnesreise. Wer Fleisch bevorzugt: Die Brasserie Bofinger (www.bofingerparis.com) ist ein Schlemmertempel der Belle Époque mitten im Marais!

Paris: Moulin Rouge

Die Show im Moulin Rouge
(Foto: © Atout France)

22:00 Uhr: Nur wenige Schritte weiter könnten Sie das Pariser Nachtleben bis in die frühen Morgenstunden entdecken: Das Bastille-Viertel ist im Pariser Osten die Adresse für Nachtschwärmer.

Sonntag

9:00 Heute heißt das Ziel am Vormittag Montmartre – der höchste Butte von Paris war im 19. Jahrhundert ein Künstlermekka mit Malern wie Toulouse-Lautrec, der mit flotten Pinselstrichen die Cancan-Tänzerinnen von Moulin Rouge auf die Leinwand bannte. Die Vergangenheit des Viertels lebt im Musée de Montmartre auf; heutige Künstler versuchen, auf der Place du Tertre ihre Werke unters Volk zu bringen. Die Cafés ringsum sind zwar touristisch und überteuert, aber dennoch recht charmant. Vom Platz der Maler sind es nur wenige Schritte zur Basilika Sacré-Cœur – den schönsten Blick haben Sie von ihrer Kuppel (237 Stufen...)!

Paris: Sacre Coeur

Basilika SacréCœur (Foto: Pixabay)

12:00 Mit der Métrolinie 2 fahren Sie von Anvers bis nach Jaurès, hin zum Canal Saint-Martin, auf dem heute statt Lastkähnen nur noch Ausflugsschiffe schippern. Seine 2008 sanierten Uferpromenaden gehören zu den beliebtesten Spazierwegen der Seinestadt – und sind sonntags für den Autoverkehr gesperrt! Am Westufer gibt es mehr Cafés und Restaurants; das berühmte Hôtel du Nord aus Marcel Carnés gleichnamigem Film von 1938 liegt am Ostufer. Am Kanal zweigt die Rue Oberkampf ab – die einstige Hochburg des Pariser „Unterground“ mausert sich immer mehr zum stylischen Szeneviertel. Wer sich für trendbewusst hält, geht hier in einem der vielen Cafés sonntags brunchen.

14:00 Wer noch etwas Zeit hat vor der Rückreise kann einem weiteren Pariser Sonntagsvergnügen frönen: der Brocanterie. Die 2.000 Händler auf dem schier unvorstellbar großen Flohmarkt an der Porte de Clignancourt (hwww.marcheauxpuces-saintouen.com) haben von 10.00 bis 17.30 Uhr geöffnet. Doch Achtung: Schützen Sie Ihre Wertsachen vor Taschendieben!


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