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Reiseführer Paris

Panthéon

Paris: Panthéon

Paris, 1744: Schwerkrank gelobt Ludwig XV., falls er jemals wieder genesen solle, anstelle der Église Sainte-Géniève eine neue Kirche zu bauen. Ludwig überlebte – und starb erst 30 Jahre später an Pocken. Der Regent indes hielt sein Versprechen. 1756 wurde der Grundstein zum Gotteshaus gelegt, 1791 wurde es vollendet – und kurz darauf von den Führern der Revolution zur Ruhmeshalle der Nation erklärt. Als erster Toter wurde 1791 Mirabeau in den Panthéon aufgenommen, aber bereits zwei Jahre später, in Ungnade gefallen, wieder entfernt – sein Schicksal teilte kurz darauf der Jakobinerführer Marat. Heute ist das Panthéon Grablege für 60 berühmte Persönlichkeiten der französischen Geschichte, Literatur und Kunst – Louis Braille, Pierre und Marie Curie, Victor Hugo, Jean Jaurès, André Malreaux, Jean Moulin, Jean-Jacques Rousseau, Voltaire, Emile Zola und viele weitere verdiente Franzosen. Auf dem Friedhof Montmartre indes ruht ein Mann, der 1849 im Panthéon bewies, dass die Erde sich dreht: der Physiker Jean Bernard León Foucault. Sein Foucaultsches Pendel schwingt bis heute unter der Kuppel des Panthéon.

Paris: Panthéon

Nicht verpassen sollte man den Aufstieg zur schönsten Aussichtsplattform des Quartier Latin: 206 Stufen führen hinauf zum Säulengang der Kuppel, von der man einen wunderschönen Blick über Paris hat – vom Eiffelturm bis Montmartre, von Notre Dame bis zur Tour Montparnasse.


Info: http://pantheon.monuments-nationaux.fr, tgl. ab 10.00 Uhr


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