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Reiseführer Paris

Cathédrale de Notre Dame

Paris: Cathédrale de Notre Dame

Im historischen und geografischen Zentrum von Paris erhebt sich auf der Île de la Cité ein Gotteshaus, das zum Vorbild der gotischen Kirchen Frankreichs wurde: die Cathédrale Notre-Dame. Auf ihrem Vorplatz markiert ein Bronzestern im Boden den Kilometer Null (le point zéro), der als Ausgangspunkt für die Messung der Entfernungen in Frankreich dient; von den Türmen bieten sich herrliche Ausblicke auf Paris und die Seine.

Paris: Le point zéro

Die Streben und Stützen der Fassade bevölkern bösartige Monster, Fantasiebiester und furchteinflößende Figuren aus Stein, die böse Geister vom Gotteshaus fernhalten sollten – und mitunter noch eine zweite, ganz profane Funktion haben: als  Abflussrohre, die das Regenwasser ableiten – und an Regentagen sich als Wasser speiende Ungeheuer präsentieren.

Mit dem Bau des Wahrzeichens, das Victor Hugo zu seinem Roman „Der Glöckner von Notre Dame“ inspirierte, wurde 1163 begonnen, fertig gestellt wurde es 1345. Könige und Kaiser gingen ein und aus. Viele gaben sich in Notre-Dame das Ja-Wort oder fanden dort die letzte Ruhe, zwei krönten sich im Gotteshaus – der zehnjährige englische König Heinrich VI., der sich während des Hundertjährigen Krieges 1431 zum König von Frankreich erklärte, und Napoléon Bonaparte, der 1802 sich und seine Frau Joséphine in Anwesenheit von Papst Pius zum neuen Kaiserpaar erkor.

Paris: Cathédral Notre Dame

Die harmonische Schönheit des gotischen Baus begeistert bis heute die Menschen, die während der Saison in langen Schlangen mitunter mehrere Stunden auf Einlass warten. Berühmt ist die Gestaltung der Westportale – links das Marienportal, in der Mitte das Gerichtsportal, rechts das Annenportal. Im überraschend dunklen Innern faszinieren die Fensterrosetten. Fällt das Licht durch die Glasfenster, ist ihr Schein beklemmend und erhebend zugleich.

Info: http://www.notredamedeparis.fr, tgl. ab 8.00 Uhr


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