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Reiseführer Paris

Dôme des Invalides

Paris: Dome des Invalides

Ein nationales Heiligtum der Franzosen ist der Invalidendom: Er birgt die Grabstätte Napoleons, der in einem gewaltigen Sarkophag aus Porphyr und Granit ruht. Für den Bau der 1679 – 1708 errichteten barock-klassizistischen Kuppelkirche im 7. Arrondissement wählte Jules Hardouin-Mansart den Grundriss des Petersdoms in Rom als Vorbild. Die Reliefs der Krypta zeigen Szenen der Überführung des Leichnams Napoléons von St. Helena nach Paris, in die Pfeiler der Krypta. 12 überlebensgroße Figuren – Victorien – betrauern den Feldherr, in die Säulen sind die Namen seiner militärischen Siege eingemeißelt: Rivoli (1797), Pyramiden (1978), Marengo (1800), Austerlitz (1805), Jena (1806), Wagram (1809), Friedland (1807) und Moskau (18012).  Ebenfalls im Dom beigesetzt sind die Brüder Napoléons, Joseph und Jérôme, sowie weitere Feldherren wie Ferdinand Foch, ein verdienter Marschall des Ersten Weltkriegs. Und auch das Herz von Festungsbaumeister Vauban erhielt hier einen Ehrenplatz.

Paris: Dome des Invalides, Sarkophag Kaiser Napoleon

Die Grabstätte Napoleons

Der Dôme des Invalides ist das Wahrzeichen eines ausgedehnten Komplexes, der unter Ludwig XIV. zur Aufnahme und Versorgung von Kriegsversehrten in Auftrag gegeben wurde: das Hôtel des Invalides. Damit die versehrten Ex-Soldaten ihrer Pflicht zum täglichen Kirchgang nachkommen konnten, wurde die Soldatenkirche St. Louis-des-Invalides gebaut. Zum Hôtel des Invalides gehört ferner ein Armeemuseum, das die Militärgeschichte Frankreichs so ausführlich wie anschaulich dokumentiert, sowie seit 2008 ein Historial de Gaulle als audiovisuelle Schau zu den drei Staatsmännern Louis XIV., Napoléon I. und Charles de Gaulle.

Paris: Dome und Hotel des Invalides bei Nacht

Dôme und Hôtel des Invalides bei Nacht

Info: http://www.invalides.org, tgl. ab 10.00 Uhr


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