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Reiseführer Paris

Conciergerie

Paris: Conciergerie bei Nacht

Die Conciergerie bei Nacht

Im Mittelalter war sie ein Königspalast, während der Revolution das Vorzimmer zur Guillotine: Die Conciergerie am nördlichen Seineufer der Île de la Cité hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Erbaut wurde sie um 1300 von Philipp dem Schönen, der für seinen Kapetingerpalast drei hochgotische Hallen errichten ließ. Sein Name „Conciergerie“ verweist auf den Mann, der als Schlossvogt und Hausmeister dem Palast bei Abwesenheit des Königs vorstand, den Concierge. Unter Louis IX. und Philip IV.  wurde der Palast erweitert und ausgebaut. Louis IX. ließ die Sainte Chapelle im Innenhof als Königskapelle errichten, ein Traum in Gold und Blau mit großen Glasmosaiken als Fenster. 1370 erhielt die Tour de l'Horloge die erste öffentliche Uhr von Paris. Doch zu diesem Zeitpunkt diente der Bau nur noch als königliche Verwaltung – die Monarchen hatten bereits dem  Louvre und dem Schloss von Vincennes als Residenzen den Vorrang gegeben.

Paris: Conciergerie, Grande Halle

Grande Halle der Conciergerie

Andere Teile der Conciergerie wurden Staatsgefängnis. Von Januar 1793 bis Juli 1794 warteten dort rund 2600 Häftlinge, je nach sozialem Stand in einer Zelle mit Stroh oder Federbett eingesperrt, auf ihre Hinrichtung. Unter den Gefangenen befanden sich u. a. auch Marie-Antoinette, die Gemahlin Ludwig XVI.,  Madame du Barry, die langjährige Favoritin Ludwigs XV., sowie die Anführer der Revolution, Danton und Robespierre.

Info: http://conciergerie.monuments-nationaux.fr, tgl. 9.30 – 18.00 Uhr


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