Reisemagazin schwarzaufweiss


Reiseführer Paris

Centre Pompidou

Paris: Centre Pompidou

Es gehört zu den größten Museen für moderne Kunst weltweit – und ist längst selbst ein Kunstwerk: das Centre Pompidou oder „Beaubourg“, wie es die Pariser nennen. Seine Architektur schockierte 1977 die Einheimischen, hatten Renzo Piano und Richard Rogers doch demonstrativ die sonst nach innen versteckten tragenden Teile, Installationskanäle und Aufzüge in Röhren nach außen verlagert .

Heute ist der Bau ein Markenzeichen, das poppige Quietschgrün und Grellorange  mit der 88 Millionen Euro schweren Renovierung zur Jahrtausendwende  dezentem Weiß, Schwarz und Pflaumenblau gewichen. Der Zentraleingang wurde durch eigene Zugänge für Museum, Bibliothek und Restaurant ersetzt. Wer die berühmte Rolltreppe in der Röhre hinauf zur Aussichtsplattform im 6. Stock fahren möchte, muss heute dafür ein „Billet Panorama“ für drei Euro kaufen. Die Kunstsammlungen des Centre Pompidou sind die meistbesuchten der Stadt: Acht Millionen Menschen bewundern sie jährlich, und damit zweieinhalb mal so viel wie den Louvre. Sämtliche Eintrittskarten sollte man daher vorher online erwerben – und möglichst an den Tagesrandzeiten die Ausstellungen und Sammlungen besuchen.

Paris: Brunnen Tinguely und Niki de Saint Phalle am Centre Pompidou

Brunnenanlage von Tinguely und Niki de Saint Phalle am Centre Pompidou

Das Musée National d'Art Moderne bietet vereint eine der schönsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst von 1905 bis heute: Miró, Giacometti, Dubuffet, Picasso, Matisse, Léger, Chagall, Kandinsky, Warhol, Ben, César, spannend und kontrastreich gehängt. Für den Nachwuchs gibt es zwei gesonderte Bereiche: die 2010 von Mathieu Lehanneur neu gestaltete Galerie des Enfants, in der die Kinder sogar an den Wänden ihre kreative Energie mit Stift oder Pinsel ausleben dürfen,  und die Espace Ados, einem Laboratorium für neue Tendenzen, die Jugendliche mit Workshops, Videospielen, Clips und eigenen Experimenten im Gebiet der visuellen Kunst, des Tanzes, der Musik und des Kinos entdecken können. Auf einer Zwischenetage im zentralen Atrium verkauft der Printemps Design Shop Trendobjekte und Klassiker; im 6. Stock stillt das „Georges“ im stilvollen wie futuristischen Ambiente Hunger und Durst.

Info: http://www.centrepompidou.fr, Mi. – Mo. 11.00 – 22.00 Uhr


Das könnte Sie auch interessieren

.