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Die Rock Islands im Kanu

Vom Norden erstreckt sich ein 105 km langes Barriere-Riff bis zur Insel Pelileu. An seiner Ostseite hat sich eine breite Lagune gebildet, die die meisten Inseln beheimatet. Ein ideales Seekajakrevier von unglaublicher Schönheit!

Bootstypen:
Wegen des unproblematischen Lufttransport bieten sich aufblasbare Kanadier (z.B. Grabner XR-Trekking) und vor allem auch segelbare Klepper-Faltboote an. Oder auch Kunststoff-Seekajaks mit sehr begrenzter Zuladung, die man bei mehreren Veranstaltern in Koror mieten kann. Der Outfitter Fish ´n Fins in Koror arbeitet daran, originale historische Outrigers (Auslegerkanus) für ein bis zu einem Dutzend Personen, hocbordig und sehr kentersicher, nachzubauen und zu verleihen. Geführte Kajaktouren können bei mehreren Outfittern in Koror gebucht werden.

Wasserschwierigkeiten:
Bei Gegenwind kann es anstrengend werden. Hält man sich innerhalb des großen Atolls, bauen sich bei normalen Wind kaum größere Wellen auf. Die Riesenbrandung des Pazifik bleibt "draußen". Tropische Stürme sind zu jeder Jahreszeit möglich, haben jedoch untrügliche Vorzeichen.

Reisetaktik:
Gruppen bergen eine größere Sicherheit als Solo- oder Zweierfahrten. Mit entsprechend Kleingeld kann man von Koror aus periodische Versorgungsfahrten (Wasser, Lebensmittel, Bier?) durch Motorboote zu einigen Inseln und Stränden organisieren.

Empfohlene Route:
Gibt es keine. Jeder kann sich vom Stundentrip bis zur wochenlangen Exkursion bausteinartig seine Route festlegen. Tipp: Mit den Outfittern reden, die Strecke planen und sich alle paar Tage versorgen lassen. Ideal ist das südlich von Koror gelegene Ngeruktabel Island und das davon westlich gelegen Inselgewirr: nach Osten von den Bergen geschützt, nach Westen umgeben vom Barrier Reef.

Übernachtungen:
Zeltbiwaks an Traumstränden. Bevorzugen Sie die Inseln, die oft einmalige Naturparadiese sind. Respektieren Sie die empfindliche Natur!

Ausrüstung:
Leichter Gaskocher ausreichend. Schlafsäcke zu allen Jahreszeiten unnötig, Laken und Liegematte genügt. Leichte Zelte sind außerhalb der Taifunzeit ausreichend. Kompass oder im Inselgewirr evtl. auch ein GPS (wenn man eine gute Karte findet, die uns bisher verborgen blieb). Unbedingt gehört eine Schnorchelausrüstung mit ins Boot. Und eine Unterwasserkamera! Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel und Hut.

Notfall:
Es ist keine schlechte Idee, sich bei einem der Outfitter in Koror ein Handy auszuleihen oder noch besser ein Seenotfunkgerät. Die Funküberdeckung ist gut. Ansonsten seemännische Notausrüstung, wie Raketen, Seenotfunkgerät. Innerhalb des Atolls tagsüber meist reger Boots- und Schiffsverkehr.

Bücher und Führer:
Stanley, David: Mikronesien-Handbuch, Verlag Gisela E. Walther; (David Stanley website: http://www.southpacific.org/micro.html [engl.])
. Stahn, Eberhard: Mai's Weltführer 34 Südsee, Mai Verlag. Bendure, Glenda und Fiary, Ned: Micronesia, englisch, Lonely Planet Publications. Thijssen-Etpison, Mandy: Palau - Portrait of Paradise, NECO Marine Corp. Palau. London, Jack: Südseegeschichten, Fischer Verlag.

Karten:
Uns ist kein gutes Material bekannt. Tipp: Bei PVA (siehe Kontakt) den Kajakplan besprechen. Dort hält man aussagefähige Fotokopien bereit.

Kontakt:
PVA Palau Visitors Authority, P.O.Box 256, Koror, Republic of Palau 96940, Tel. 00680-488-2793, -1930, Fax 00680-488-1725, -1453, E-Mail pva@palaunet.com, www.visit-palau.com. In Deutschland: ZfL GmbH, Fremdenverkehrsamt Palau, Ansprechpartner Ingeborg Wiedl, Schulstraße 34, 80634 München, Tel. 089-166211, Fax 089-13938673, E-Mail i.wiedl@zfl.de. Mehrere Outfitter verleihen Kajaks, z.B. Sam's Tours, Fish 'n Fins.

Fotografieren:
Haben Sie es gerne, wenn Ihnen jemand die Linse vor das Gesicht hält? Ungehemmter Voyeurismus mit der Kamera ist ein aggressiver Akt, auch bei den freundlichen Menschen auf Palau!

Gefahren:
Selbst die freundliche See der Rock Islands kann in einem Taifun zum Kochen kommen. Landnähe suchen, sorgfältig die Routen planen. Es soll auf den Inseln eine der giftigsten Schlangenarten geben. An der Ostküste von Babeldaob leben noch große Salzwasserkrokodile, für die empfohlene Tour sind sie ohne Bedeutung. Ernst zu nehmen: Beim Schnorcheln in Höhlen auf Rotfeuerfische achten, die leicht an ihren flügelartigen Flossen, ihrer Buntheit und den extrem langen Rückenstacheln mit starkem Gift zu erkennen sind. Sie kennen keine Feinde und bleiben auch bei Störung ruhig stehen.

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