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Wer trifft das Christkindl?

Adventszauber auf Wiener Weihnachtsmärkten

Text und Fotos: Judith Weibrecht

Wien im Advent leuchtet und duftet! Unzählige Glühlampen und Lichterketten erhellen die Stadt und tauchen sie in ein heimeliges weihnachtliches Licht. Der Duft nach Punsch und Maroni, kandierten Früchten, Zuckerwatte und Zimtsternen hüllt alles ein und lockt die Menschen hinaus auf die Weihnachtsmärkte.

Österreich Wien Weihnaqchstmarkt

Der Wiener Adventszauber ist sprichwörtlich: Es gibt der Märkte viele. Über die ganze Stadt verteilt sind sie bis „hinaus“ zum Ehrenhof vor der ehemaligen Habsburger Residenz Schloss Schönbrunn oder am Schloss Belvedere. Und alle haben sie ihren ganz eigenen zauberhaften Charakter. Jüngere Leute oder die, die das ganz Besondere suchen, werden vielleicht den etwas anderen Basar am Spittelberg besuchen: Punschstände drängen sich in enge malerische Gassen oder Hinterhöfe, die als Freiluftkneipen fungieren. Man redet und trinkt zwischen Biedermeier- und Barockfassaden und wärmt sich die kalten Finger an heißen Spittelberg-Haferln, die eigens entworfen wurden. Ein „Standel“ reiht sich ans nächste. Fair gehandelte Waren werden von einem Frauenprojekt aus Uganda verkauft, im Laden nebenan gibt es schöne Dinge aus Asien.

Österreich Wien

Als erstes jedoch wird der Wien-Besucher sicher auf den beeindruckenden Budenzauber am Rathauspark treffen, der mit ganzen 145 Holzständen und unzähligen leuchtenden, auf verschiedenste Weisen dekorierten Nadelbäumen protzt! Dieser Weihnachtsbasar gegenüber dem Burgtheater ist der berühmteste und älteste Wiener Markt und existiert bereits seit über siebenhundert Jahren, genauer gesagt seit 1296, als Albrecht der I. die Genehmigung zu einem „Dezembermarkt“ erteilte, um so die Versorgung der Wiener zu gewährleisten.

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