
Wo
das Glück der Erde hingehört
Auf der Hufeisentour durch die Steiermark
Text und Fotos: Beate Schümann
Murphy ist ein Spaßvogel. Der Braune steht fertig gesattelt vor dem Stall, zieht ständig die samtigen Nüstern weit nach oben und zeigt sein prächtiges Gebiss. Als ob er lacht! Dazu schwingt er lässig den Schweif und furzt ungeniert. Astec, der Schimmel neben ihm, genießt noch die Morgenmassage. Sein Rücken wird unter dem kreisenden Striegel immer länger.
Ungeputzt kommt hier keiner ins Gelände. Das Öffnen der Box quittiert Copperfield, der älteste und schnellste im Stall, mit einem gut gelaunten Begrüßungswiehern. Er weiß, dass es gleich los geht. Nach der langen Nacht im Stall juckt es alle, ins Freie zu kommen - saftige Wiesen, Wälder und Berglandschaften.

Aufrecht sitzen, Knie zusammen!
Des Reiters Himmelreich liegt draußen in der Natur, die Hölle auf dem Reitviereck. Wenige lieben die Dressur so wie die Werth oder Reiner Klimke. An die sechstausend Jahre waren die grazilen Muskelpakete mit den schlanken Gliedern das Fortbewegungsmittel des Menschen – schnell, kraftvoll, elegant. Doch die Verhältnisse haben sich geändert: Vor dem Vergnügen steht der Schweiß

„Mit unbekannten Reitern gehe ich vor jedem Ausritt zum Einreiten auf den Platz“, erklärt Heide Linde Lipp vom Reiterhof am Gaberlpass, der mit 1.555 Metern der höchste Punkt an der Grenze zwischen der West- und der Obersteiermark ist.
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