
Schneespaß trotz eisiger Kälte
St. Anton am Arlberg: lange Pisten und warme Stuben
Text und Fotos: Dirk Schröder
Es ist bitter kalt. Lange Eiszapfen hängen an den Schneekanonen und der Wind beisst im Gesicht. Das ist der Preis für das traumhafte Panorama der schroffen Lechtaler Bergkette, denn von der höchsten Spitze der Lechtaler Alpen bietet sich ein Rundblick, wie man ihn sonst nirgends in dem weitläufigen Skigebiet genießen kann. Auf 2195 Metern Höhe sind die Temperaturen am Morgen noch bei 10 Grad unter Null.

83 Bergbahnen und Lifte sind zu einer riesigen Skischaukel verbunden. Von St. Jakob/Nasserein im Osten bis zum Skigebiet Lech im Westen warten 260 Kilometer präparierte Pisten und 180 Kilometer Tiefschneeabfahrten.
Allein
die Hälfte davon konzentrieren
sich um St. Anton am Arlberg. Heute
sind wir ganz froh über die Wetterhaube der Vierersesselbahn
zum Gampen. Auf den blauen und roten Pisten wagen wir unsere
ersten Versuche für dieses Jahr. Doch schon am nächsten
Tag stehen wir bei „Kaiserwetter“ und angenehmen
Temperaturen an der Gondel zur Valluga an.
Der höchste Gipfel in den Lechtaler Bergen misst 2811 Meter und ist in drei Etappen erreichbar. Zusammengepfercht mit Wintersportlern aus aller Welt, die ebenso wie wir die längste Abfahrt mit einer Höhendifferenz von stattlichen fünfzehnhundert Metern meistern wollen, warten wir auf die nächste Kabine. Über die Ulmer Hütte sind es mehr als zehn Kilometer Pistenfahrt bis zurück nach St. Anton. Die Abfahrt zählt zu den schwierigsten im Gebiet; wer da nicht zweihundertprozentig sicher auf seinen Brettern ist, sollte den Gipfelteil besser als Ausflug mit der Gondel planen und am Valluga Grat erst die Ski wieder anschnallen.
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