Man sollte sich entscheiden: Essen oder Fahren. Wenn man den diversen Apparaten zusieht, die Loopings drehen, sich im drehen noch mal drehen, die Welt auf den Kopf stellen und mit einem Affenzahn durch die Gegend sausen, fällt es einem von unten schon schwer seinen Mageninhalt zu behalten.

Es gibt aber auch Harmloseres: Dosenwerfen zum Beispiel. Oder Gokart und Autodrom. Schon 1926 fuhr das erste Autodrom im Prater und es ist eine der wenigen Attraktionen, die sich bis heute ihre Beliebtheit erhalten haben.

Oder das Riesenrad. Das Wahrzeichen des Praters, 1897 erbaut und spätestens mit Harry Lime zu neuerlichem Weltruhm gelangt, ist eine gemütliche Angelegenheit - obwohl, so ganz oben schaukelt es schon bedenklich. Der einzigartige Blick über Wien entschädigt für das flaue Gefühl.

Das Riesenrad - Wahrzeichen des Praters
Erschöpft schleppe ich mich zu meinem Rad zurück um endgültig den Heimweg anzutreten. Und Adalbert Stifter faßt die Eindrücke eines langen Tages in Worte: "Im Osten der Stadt Wien liegt eine bedeutende Donauinsel, ursprünglich ein Auland wie so viele Inseln der Donau, wo sie Flachland durchströmt, aber im Laufe der Zeit zu einem reizenden Gemisch geworden von Wiese und Wald, von Park und Tummelplatz, von menschenwimmelndem Spazierplan und stillster Einsamkeit, von lärmendem Kneipengarten und ruhigem Haine".
INFO : Als echte Wienerin trete ich natürlich den Heimweg nicht an, denn noch fehlt das Abendessen im Schweizerhaus. Der Biergarten im Wurstelprater ist eine Institution und er ist ständig überfüllt. Wenn Sie erst einmal die knusprige Stelze mit einem Budweiser hinunter gespült haben werden Sie wissen warum.
Seite 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / zur Startseite