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Österreich / Bauernherbst

Text und Fotos: Beate Schümann

Kuh mit KopfschmuckMit dem alljährlichen traditionellen Almabtrieb beginnt im Salzburger Land der Bauernherbst. Diese "schönste Jahreszeit", wenn das frische Almheu in den Scheunen duftet und die Kühe bis zum Frühjahr wieder in ihren Ställen im Tal stehen, diese Herbstzeit ist der Pflege des Brauchtums gewidmet - wie dem des Bauernherbstes. Beate Schümann hat die festlichen Umtriebe mit erlebt.

Gräfin, Glück, Gundi, Gitta, Glanz, Stern und Strups heißen die braunweiß Gescheckten der Loferer-Alm. Anders als sonst mussten sie morgens im Stall bleiben. Das verbreitet Unruhe. "Die Kühe wissen, dass heute ein besonderer Tag ist," sagt die rotwangige Holzer Monika in ihrem hübschen Dirndl. Heute ist Almabtrieb. Glück und ihre Kolleginnen kommen zurück ins Dorf St. Martin. Der sommerliche Weidegang ist beendet, ein Festtag im Leben der Almbauern.

Aufgeregt schlägt Glück mit dem Kopf. Der Holzer-Bauer Fritz hat seine liebe Not, das bunte Diadem aus Girlanden, Glanzpapier und Blumen zwischen den Hörnern und über der Nase festzuzurren. Den Schmuck fertigen die Frauen jedes Jahr neu, denn er übersteht den Abstieg selten. Einer nach der anderen legt der Senn ein breites Lederband mit einer Schelle um den Hals.

Kuh mit Kopfschmuck

Erst dann dürfen sie ins Freie. Draußen geben sie ein kraftvolles Muhkonzert, dass es im ganzen Saalachtal schallt. Den matschigen Boden vor dem Stall haben sie im Nu mit Kuhfladen ausgelegt, so dass die neugierigen Touristen sich kaum zu nähern wagen.

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