Das zarte Lächeln von Wohlbehagen
Beim Kochkurs am Tiroler Achensee
Text: Ulla Schmitz / Fotos: Ulla Schmitz / Posthotel Achenkirch
Wellness heißt Wohlfühlen, und die Liebe zu sich selbst geht durch den Magen, meint unsere Autorin. Und deshalb führt sie uns durch einen wundervollen Tag am Tiroler Achensee, dessen Höhepunkt der Kochkurs gewesen sein mag. Vielleicht aber auch das morgendliche Träumen im Bett, das Carpaccio von roter Beete oder die nougatbraune Schlammpackung.

Blick über den Achensee © Posthotel Achensee
Dies ist eine Geschichte vom Wohlfühlen und sie beginnt erst einmal weder mit kochen noch mit essen, sondern am frühen Morgen mit einem ausgedehnten Schwimmerlebnis.
Erlebnis, wohl gemerkt, denn im Posthotel Achenkirch schwimmt man nicht einfach nur auf und ab, sondern aus dem Schwimmbad mit olympischen Ausdehnungen hinaus in die Solebäder und wieder zurück, legt einen Saunagang ein und hüpft dann wieder ins Nass, überlegt sich, ob man anschließend noch mal die Sole anschwimmt oder eine Runde Squash gegen den inneren Schweinhund spielt oder zur Anna Kapelle (Foto rechts, © Posthotel Achensee) joggt oder auf einem echten Lipizzaner aus dem hoteleigenen Gestüt ausreitet oder – man dreht sich im Halbschlaf noch einmal um und träumt vielleicht von all dem. Beim angenehmen Duft der Möbel nach Zirbelkiefer, in der knisternd-klaren Bergluft, die durch das geöffnete Fenster herein dringt. Bis sich die Vorfreude auf das Frühstück einfach nicht mehr heraus zögern lässt und man quietschvergnügt und sehr ausgeschlafen ein opulentes Frühstücksbuffet erblickt, riecht und vermeint, schon zu schmecken. Jedoch muss an dieser Stelle erst einmal Ordnung ins Gefühlsleben gebracht werden. Denn eigentlich ist das Wohlergehen hier zu schön, zu freundlich, zu fröhlich, zu warmherzig, zu offen, zu anheimelnd, zu uneingeschränkt, um wahr zu sein.