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Schnee, Schnee, Schnee

Wintersport in Norwegen

Wenn Sie in Norwegen grüne Wiesen sehen wollen, müssen Sie im Sommer kommen, ab November hüllt sich die Bergwelt im hohen Norden in Schnee ein, der bis Ostern liegen bleibt. Bei diesen traumhaften Bedingungen haben die Norweger beinahe unbegrenzte Möglichkeiten, Ski- und Schlittschuhsport zu betreiben. Lange Warteschlangen an den Liftanlagen sind für sie ein Fremdwort. Langlauf steht bei den Fans an erster Stelle: Rund 30.000 Kilometer Loipen schlängeln sich durch das ganze Land, was dreimal der Strecke nach Australien entspricht. Selbst in der Hauptstadt Oslo ist der Weg zu den Loipen auf der "Nurmarka" kurz. Auch im Gebirge gibt es diese vorgespurten Langlaufstrecken. Hier kann man bis weit in den Mai hinein Skilaufen. Wer jetzt mit dem Argument abwinkt: "In Norwegen wird es doch so früh dunkel" -  Für die Nordmänner ist das kein Hinderungsgrund auch nach der Arbeit mal schnell auf die Bretter zu steigen und einige Runden zu drehen. 2.500 Flutlichtloipen sind über das ganze  Land verteilt.

Winterurlaub mit der ganzen Familie
Die Norweger lieben es gemütlich mit der ganzen
Familie über das Fjell zu streifen. Wenn die Kinder
zu klein sind um selber auf den Ski zu stehen,
werden sie in der Pulka gezogen

Super präparierte Pisten erwarten Sie  in ganz Norwegen

Der alpine Skisport hat sich mit der Zeit auch in Norwegen stark durchgesetzt. Die Statistik verzeichnet an den Skihängen 375 Schlepplifte, 50 Sessellifte, vier Gondellifte und rund 250 kleinere Liftanlagen. Die Kombination von Alpin- und Langlaufski ist in allen Wintersportorten möglich. Die zahlreichen Snowboardparks locken Freaks aus der ganzen Welt an. Fast alle Alpinzentren haben eigene super ausgestattete Anlagen: Half-pipes, Boxes, Big Jumps und Quarters - mit allem eben, was das Herz des Einbrettfahrers begehrt. Am schnellsten schlägt es wohl in Hemsedal, Trysil und Geilo.

In Hemsedal geht es mit dem Sessellift schnell zur Piste
Dies ist noch nicht der größte Sessellift Norwegens.
In dem kleinen Wintersportort Vrådal in Telemark
geht es zu acht in Windeseile hinauf zur Skipiste

Kinder bis sieben Jahre fahren in Norwegen gratis

Beispielhaft wie keine andere Skiregion ist die Betreuung für Kinder: Skikindergarten, Kinderabfahrten und spezielle Lifte sind Standard. Familienurlaub ist in Norwegen in einer Ferienhütte gemütlich aus Holz nicht nur traumhaft schön, sondern auch recht günstig, da Kinder bis 7 Jahren kostenlos die Lifte benutzen dürfen - vorausgesetzt sie fahren mit Helm.

Neben international bekannten Wintersportorten wie Geilo, Hemsedal, Lillehammer oder Trysil stellen wir auf unseren Seiten auch Skigebiete wie Beitostølen, Gol, Hafjell, Kvitfjell und Spots in Telemark vor.

Die Wintersportorte sind per Auto und Fähre von Dänemark und Norddeutschland schneller und bequemer zu erreichen als die Schweiz oder Österreich. Die meisten beschriebenen Wintersportorte sind von der Hauptstadt Oslo und dem Flughafen Gardamoen nur 2-4 Autostunden entfernt. Von Hamburg und Berlin fahren regelmäßig Linienbusse über Oslo nach Südnorwegen.

Die Norweger als Medaillenjäger bei den olympischen Winterspielen

Keine Sportveranstaltung im winterlichen Norwegen zieht so viel Publikum an, wie das Skirennen auf dem Holmenkollen. Die über hundert Jahre alte Sprungschanze ist Nationaldenkmal und eine der bekanntesten Touristenattraktionen des Landes. Jedes Jahr fahren etwa eine Millionen Besucher die kurze Strecke vom Zentrum Oslos zum Holmenkollen. Hier gewann bereits der "Vater des Skisports" Sondre Norheim die ersten Wettkämpfe und später gehörte König Olav zu den berühmtesten Teilnehmern. 1892 zählte der weiteste Sprung von der Schanze 22 Meter. Heute sind es rund hundert Meter.

Das internationale Wort Slalom ist ursprünglich ein norwegisches Wort aus Telemark. Die erste Silbe sla bedeutet Hang oder glatte Fläche und låm die Abfahrtspur an diesem Hang.

Seit der ersten Winterolympiade in Chamonix 1924 haben die Norweger nach der ehemaligen Sowjetunion die meisten Medaillen eingeheimst - kein Wunder wenn man schon "mit den Ski geboren wird".

Neben den Olympiasiegern waren es auch die norwegischen Polarforscher, die das Interesse auf den Skisport gelenkt haben. Fridtjof Nansen schrieb, nachdem er 1888 das Grönlandeis erstmals auf Skiern überquert hatte: "Das Skilaufen ist die norwegische Nationalsportart schlechthin und es ist ein herrlicher Sport..." Roland Amundsen erreichte 1911 als erster Mensch der Welt den Südpol - auch er auf Skiern. In den Spuren dieser beiden Polarforscher sind in den letzten Jahren mehrere norwegische Expeditionen zum Süd- und Nordpol unternommen worden. Der Osloer Rechtsanwalt Erling Kagge ging 1993 allein, ohne Funkverbindung mit der Umwelt auf Skiern in 50 Tagen zum Südpol. 1995 bewältigte die Norwegerin Liv Arnesen als erste Frau der Welt die 1300 Kilometer lange Strecke (Luftlinie).

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