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Von der Ferienhütte auf die Ski

Gol, Geilo und Hemsedal heißen die großen Skigebiete im Hallingdal, die sich unter dem Begriff "Das Winterland" (vinterlandet) zusammengeschlossen haben. Hüttenferien mit der ganzen Familie sind in Norwegens Wintersportorten IN. Langlauf- und Alpinski lassen sich in den Wintersportorten sehr schön mit dem Aufenthalt in Ferienhäusern verbinden. Die Feriendomizile liegen meist mitten im Skigebiet.

Im Winterland stehen dem Urlauber 1A präparierte Skipisten mit schnellen Liften zur Wahl, als auch ein dichtes Loipen-Netz. Ein Jahresurlaub würde nicht ausreichen, um jede einmal zu laufen. In Gol sind es auf der Hochfläche, dem Fjell, alleine schon 200 Kilometer für jeden Anspruch. Sie liegen zwischen 750 und 1100 Metern hoch am Rande der Baumgrenze, die in dieser Region Norwegens rund 1000 m niedriger anzusiedeln ist als in den Alpen. Ebenso viele Loipen sind im benachbarten Skigebiet Hemsedal in den unterschiedlichsten Bereichen gespurt: ganz flach auf den vereisten Seen, geschützt im Wald und anspruchsvoll im Gebirge. Beide Skigebiete wurden durch eine Loipe zu einem großen zusammenhängen Langlaufareal verbunden.  
Die Snowboardparks bieten alles was das Herz des Einbrettfahrers begehrt.

Vom Ferienhaus in die Loipe
Von den meisten Ferienhäusern kann man gleich
in die Langlaufloipe einsteigen. Die Norweger
gehen gerne mit der ganzen Familie
inklusive Hund in den Wintersport.

Der Wintersportort Geilo, etwas weiter westlich am Rande Europas größter Hochfläche "Hardangervidda" ist ideal für einen Winterurlaub mit der ganzen Familie. Von den Ferienhütten oder dem Hotelzimmer kann man buchstäblich sofort in die Ski steigen. Übrigens: für Kinder bieten alle Orte ein prima Betreuung, so dass die Eltern in aller Ruhe auch mal allein Skifahren können.

Wer in seinem Winterurlaub nicht an einem Ort bleiben möchte, der hat in Gol die Möglichkeit, in einer Woche organisiert eine Tour von 150 Kilometern zu laufen. Übernachtet wird in Hotels, in denen das Gepäck bei der Ankunft bereits wartet. Die Tagesetappen liegen zwischen 24 und knapp 40 Kilometer.Eine traumhaft schöne Tagestour sei an dieser Stelle Experten empfohlen, die in der zweiten Hälfte der Saison in dieser Region ihren Winterurlaub verbringen. Im Bus fährt man von Gol 30 Minuten zum Einstieg nach Hemsedal. Mit dem ersten Lift geht es dann hinauf zum Gipfel Hamaren, wo ein grandioses Alpenpanorama überrascht. Die gespurte und markierte Loipe von rund 40 Kilometer Länge führt in 1400 Metern durch hochalpine Szenerie an die Südhänge des Hallingdal. Im Telemarkschwung kann man dann über die Piste nach Gol hinunter fahren.

Langläufer können auf dem Golsfjell buchstäblich von der Ferienwohnung in die Loipe einsteigen.

 Dort sind alle Kategorien von Unterkünften vertreten: vom großen exklusiven Hotel über die urige Fjellstue bis hin zu Ferienhäusern  und geräumigen Blockhütten. Sie alle liegen sehr idyllisch eingebettet in der Berglandschaft.

Tipp: Achten Sie bei der Wahl der Ferienhütten darauf, dass sie nicht zu klein sind. Im Zweifelsfall lieber eine Nummer größer. Denn die Abende sind in Norwegen lang, besonders zur Jahreswende. Und wenn dann der Gemeinschaftsraum zu klein ist, bleiben Spannungen nicht aus. Mit zwei Familien kann es oftmals entspannender sein, Ferienhütten nebeneinander zu wählen, als unter einem Dach zu wohnen, wo es schwierig wird, sich zurück zu ziehen.

Die Stabkirche im Ferienort Gol - eine gelungene Kopie

Stabkirche Gol, rekonstruktion 
Direkt in Gol steht eine der 20 Stabkirchen, die für Norwegen so typisch sind. Diese einzigartigen Holzkonstruktionen zeugen von hoher Zimmermannskunst gegen Ende der Wikingerepoche. Die prächtige Stabkirche in Gol ist eine originalgetreue Kopie der einstigen Dorfkirche, die heute im Freiluftmuseum Oslo steht. Über sechs Etagen ziehen sich die markanten Schindeldächer bis weit nach unten

Wintersport in Geilo, ideal für die ganze Familie

Nur 50 Kilometer weiter westlich beginnt das ausgedehnte Langlaufgebiet der Gemeinde Geilo (ausgesprochen Jeilo). Der bekannte Wintersportort liegt ebenso wie Gol unmittelbar an der wichtigen Bahnlinie von Oslo nach Bergen. Gerade mal drei Stunden Fahrt von der Hauptstadt entfernt, kommen per Bahn am Wochenende viele Norweger mit Sack und Pack nach Geilo, um dann auf Ski in alle Himmelsrichtung wieder zu entschwinden. Das weit verzweigte Langlaufnetz wird auf 220 Kilometer geschätzt. Die meisten der markierten Rundloipen verlaufen auf den leicht welligen Hochflächen zu beiden Seiten Geilos. Sie brauchen sich nur in den Lift zu setzen, oder den markierten Loipen den Hang hinauf zu folgen. Zur Wahl stehen Tracks von drei bis 30 Kilometer Länge. Die Höhenloipen führen an bewirtschafteten Hütten vorbei, die beliebte Ausflugsziele sind.

Kinderparadies
In den Wintersportorten Hemseda  und Geilo ist für  Kinderbetreuung bestens gesorgt.
Beispielsweise hier am Treffpunkt für die kleinen Trolle. Die Eltern können in der Zeit beruhigt ihre Runden in den Langlaufloipen drehen oder die Pisten herunter wedeln.

Feriendomizil am Rande der Hardangervidda

Dass Geilo als Tor zum Dach Norwegens bezeichnet wird, liegt an seiner günstigen Lage am Rande der Hardangervidda, dem größten Hochplateau Europas. Eine unendlich scheinende Hochfläche, die durch ihre Weite zu jeder Jahreszeit fasziniert. Als Langläufer darf man sich die Hardangervidda allerdings nicht ganz flach vorstellen. Im Süden der Verbindungsstraße an den Fjord ist sie leicht wellig, von vielen Seen überzogen. Im Norden wird es steiler, die Landschaft abwechslungsreicher. Der Bergrücken Hallingskarvet steigt dort bis auf 1963 Meter an. Sehr beliebt ist die Tour von Finse nach Ustaoset. Die 37 Kilometer lange Strecke hat den Vorteil, daß man zum höchsten Punkt nach Finse bequem mit der Eisenbahn fahren kann und dann vorwiegend bergab läuft.

Ein ganz spezielles Erlebnis sind Skiwanderungen über mehrere Tage mit Rucksack von Hütte zu Hütte. Dafür ist die Hardangervidda, die 30 mal größer ist als der Bayrische Wald, geradezu prädestiniert. Um Ostern herum sind die Verbindungen zwischen den Hütten durch Birkenzweige markiert (Kvistet) und Schilder an den Abzweigungen erleichtern die Orientierung. Zudem sind die Unterkünfte des DNT (Norwegischer Wanderverein) dann bewirtschaftet, wodurch die Ausrüstung auf ein Minimum reduziert werden kann. Bei einer solchen Skiwanderung sehen Sie hin und wieder einige Schneehühner davon flattern und mit etwas Glück auch eine Herde Rentiere, die auf dem Hochplateau noch wild leben.

Reiseveranstalter Norwegen




 

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