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Trysil

Das größte zusammenhängende Skigebiet Norwegens befindet sich nur 230 Kilometer von der Hauptstadt Oslo entfernt, nahe der schwedischen Grenze. Um das Trysilfjellet, den höchsten Berg im weiten Umkreis, verteilen sich sage und schreibe 62 Abfahrten, von der sanften Piste für den Einsteiger bis zur schwarzen Buckelpiste für Profis - ein Skiparadies mit insgesamt 70 Kilometern Piste. Kinderbetreuen wird in den Skigebieten GROSS geschriebenVom Gipfel in bescheidenen 1132 Metern Höhe ergibt sich ein ganz ungewöhnliches Panorama: Keine alpinen Bergspitzen und tief eingeschnittene Täler sondern weites welliges "Fjell", wie die Norweger ihre Berglandschaft bezeichnen, wecken Erinnerungen an den Schwarzwald. Die Pisten liegen sowohl im Nadelwald, was man bei eisigen Winden zu schätzen weiß, als auch oberhalb der Baumgrenze, wo steile Tiefschneeabfahrten locken.

Ebenso wie in den anderen Skigebieten Norwegens, wird auch in Trysil auf Skifahren für die ganze Familie gesetzt. Die Kleinen treffen sich in der Trollbo, der Trollwohnung, wo der Bergtroll, der Schneetroll und die anderen Verwandten der norwegischen Gnome versammelt sind. Eigene kurze Lifte bringen die jungen Talente zum Ausgangspunkt ihrer Piste. Gleich nebenan findet der Nachwuchs das Mini-Snowboardland. Ist noch etwas Anleitung nötig, bekommen Kinder diese in der Skischule. Daß einige Skilehrer auch deutsch sprechen, versteht sich in Norwegen von selbst. "Spielwiesen" gibt es nicht nur für Kinder, auch erwachsene Skianfänger finden im gesamten Gebiet sanftes Übungsterrain, während Snowboarder auf den zahlreichen Half-Pipes ihre Kapriolen vorführen können.

Hüttenferien sind beliebt

Was das kompakte Skigebiet von Trysil so attraktiv für Familien gestaltet, sind die Ferienhäuser, die sich im Wald um die Skianlagen verteilen. Mit dem norwegischen Wort "hytta" können sowohl kleine einfache Holzhütten gemeint sein, als auch geräumige Chalets, die ausreichend Platz für bis zu zwei Familien bieten. In Trysil weisen sie eine Ausstattung auf, die von der modern eingerichteten Küche, dem geräumigen Badezimmer bis zur eigenen Sauna kaum noch Wünsche offen läßt. Viele Norweger kommen nach den Weihnachtsfeiertagen, um Silvester im Schnee zu feiern. Aber auch von Mitte Februar bis Ostern ist die Nachfrage sehr groß.

Tipp für schnell entschlossene: Wer nicht lange zögert, kann sich eine der gemütlichen Chalets unmittelbar am Fuß der Liftanlagen reservieren lassen. Diese Ferienhütten gehören allerdings auch zu den Teuersten. Die Holzhäuser verstecken sich weitgehend im Wald, so daß nicht der Eindruck entsteht, in einem Hüttendorf zu wohnen. Als beste Zeit gilt der Januar, dann sind die Preise günstig und die Auswahl ist groß. Eine Broschüre mit dem gesamten Angebot erhalten Sie beim Fremdenverkehrsbüro.

Das eigene Fahrzeug ist in Trysil nicht erforderlich. Entweder geht es morgens von der Haustüre aus zur Skipiste oder ein Skibus bringt Sie an den gewünschten Ausgangspunkt. Ein kostenloser Service, der im Skipaß inbegriffen ist. Die Anreise bis Oslo läßt sich schnell per Flug zurücklegen. Von der Hauptstadt weiter mit dem Expressbus nach Trysil. Wer sich die lange Fahrt mit dem Wagen bequem gestalten möchte (Hamburg - Oslo ca. 900 km), wählt ab Kiel die Nachtfähre der Colorline, die am Vormittag in Oslo anlegt.

Lange Wartezeiten am Lift sind die Ausnahme

Bis 1988 transportierten gerade vier Skilifte die Gäste auf das Trysilfjell. Inzwischen wurde das Gebiet zu einer großen Skiarena ausgebaut. Trotz steigender Nachfrage und hoher Auslastung gibt es auch zur Hochsaison keine langen Wartezeiten an den Liftanlagen, versichert der Direktor des Fremdenverkehrsamts Kenneth Larsen. "Eine Viertelstunde am Lift anzustehen ist die Ausnahme, in der Regel geht es schneller". Damit es noch bequemer und flotter wird, sollen in den kommenden zehn Jahren die Anker- und Tellerlifte gegen zeitgemäße Sessellifte ausgetauscht werden. Wer sich verfährt, bekommt schnell Hilfe. An vielen Stellen stehen Übersichtstafeln, zusätzlich  patrouilliert in dem großen Gebiet ein Infodienst nach amerikanischem Vorbild auf Ski und weist ratlosen Skiläufern den günstigsten Weg ans Ziel. Sprachprobleme gibt es dabei nicht. Englisch ist weit verbreitet, viele Norweger sprechen aber auch sehr gut deutsch.

Liftanlage:
24 Lifte, 62 Abfahrten auf drei Seiten des Berges, ausgenommen Westen.
Der zentrale Lift (sechs Sitze) bringt die Skifahrer in 7 min. auf halbe Höhe oberhalb der Baumgrenze.
Insgesamt 70 km Piste, einige mit Flutlicht
Längste Abfahrt 5400 m
Höhenunterschied maximal 685 Meter
12 Restaurants im Bereich der Skianlage

Weitere  Aktivitäten:
Langlauf: 90 km gespurte Loipen in der nächsten Umgebung, 350 km im Großraum
Schlittenfahrten
Fahrten mit dem Husky-Schlitten

Reiseveranstalter Norwegen




 

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