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"Tromsø, das Paris des Nordens"

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Die berühmte Eismeerkathedrale
mit Hausberg im Hintergrund

Diese großen Worte der Stadtbroschüre sind nicht übertrieben: in den warmen Sonnennächten steht das Leben nicht still. Die Menschen liegen auf dem Rasen vor dem Dom, in der Fußgängerzone spielen Straßenmusikanten und am Kai sitzen junge Leute und pulen frische Krabben. Die Kehrseite der fröhlichen, taghellen Sommernächte sind gut fünf Monate Winter, vom 25. November bis zum 21. Januar scheint die Sonne dann überhaupt nicht. Mittags ist es gerade mal so hell, daß man im Schein des Mondlichts die Zeitung lesen kann. Das ist aber auch die Zeit der Polarlichter: In grünen, gelben und roten Streifen tanzen die Nordlichter dann manchmal am Firmament oder hängen wie Gardinen am Himmel. So ein Schauspiel kann manchmal eine halbe Stunde oder länger dauern.

Tromsø ist mit 53.000 Einwohnern größte Stadt des Nordens, hat die nördlichste Universität und die nördlichste Brauerei. Auf dem Unigelände steht das Nordlichtplanetarium, in dem das Phänomen des Polarlichts im Film anschaulich wird.
Stolz sind die Tromsøer auf die Fassaden der niedrigen Holzhäuser in der Altstadt. Viele von ihnen wurden Anfang des Jahrhunderts von reichen Kaufleuten und Reedern im Jugendstil gebaut. Von der "Pforte des Nordens", wie die Stadt am Eismeer auch genannt wird, sind weltberühmte Polarforscher wie Roald Amundsen und Fridtjof Nansen, aber auch unzählige Trapper aufgebrochen, um in der Arktis Eisbären und Polarfüchse zu erlegen. Dies und vieles mehr vermittelt das spannende Polarmuseum. Sehenswert ist aber auch die Eismeerkathedrale an der Brückenverbindung zur Insel Tromsøya. Hier befindet sich auch die Liftstation zum 420 Meter hohen Hausberg. Das Panorama beeindruckt besonders im roten Schein der Mitternachtssonne.

Nach wie vor ist Tromsø das Sprungbrett nach Spitzbergen, bzw. Svalbard, wie die gesamte Inselgruppe in der Arktis genannt wird. Die Zeit, als Besucher nur mit eigener Verpflegung und einem Gewehr im Gepäck zur Abwehr von Bären auf die Insel durften, ist allerdings längst vorbei.

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