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Die Gletscher fließen bis weit an den Fjord

Mit der Autofähre setzen wir zur anderen Seite des Fjords nach Sogndal über. Seit 1994 führt ein Straßentunnel vom Hauptort unter dem Gletscher Jostedalsbreen hindurch nach Norden und erspart uns den langen Weg außen herum über Førde. Wie alle neuen Brücken und Tunnel in Norwegen wird ein Teil der Kosten durch eine Benutzermaut finanziert.

Tipp: Gletscherwanderungen In Sogndal, dem Hauptort der Region, kann man sich beim Fremdenverkehrsamt über die verschiedenen Gletschertouren erkundigen. Für die kurzen Touren brauchen Sie keine besonderen Kenntnisse, Wandererfahrung reicht aus. Die Gletschertouren werden von erfahrenen guides geführt, Steigeisen und Sicherheitsmaßnahmen werden gestellt. Sehr schön ist die Tour über die Gletscherzunge Nigardsbreen.

Brigdalsgletscher (19771 Byte)
Am Brigdalsgletscher

Im Breemuseum, dem Gletschermuseum auf der anderen Seite des Tunnels, erfahren wir einiges über die Entstehungsgeschichte des größten Gletschers in Nordeuropa. Hier auf der Westseite fließen die Gletscherzungen bis weit ins Tal hinunter. Weniger als zehn Kilometer ist der Suphellebre vom Fjærlandsfjord entfernt. Der Gletscherausläufer Bøyabreen wirkt von der verglasten Terrasse der Cafeteria zum Anfassen nahe. Das Postkartenmotiv Brigdalsbreen mit der bequemen Zufahrt per Pferdekutsche, gehört zu den Werbeträgern der Region. Am unmittelbaren Rand der Gletscherzunge schlägt uns Eiseskälte entgegen. Unten in den Gletscherspalten ist das Glucksen des Wassers zu hören und nicht weit von uns entfernt stürzt Eis in den Gletschersee. Eismassen türmen sich am Ende des lieblichen Oldendalen auf, das über eine 25 Kilometer lange Straße erschlossen ist. Auf der Wiese des Camping Oldevatn finden wir direkt am See einen traumhaften Stellplatz für die Nacht. Zum Abendessen gibt es frische Seeforellen, die wir von unserem norwegischen Nachbarn angeboten bekommen - einem leidenschaftlichen Angler, wie sich bei einem Glas Øl, einem norwegischen Bier, herausstellt. Norwegen ist ein Eldorado für Angler, und zwar das ganze Jahr hindurch. Besonders gefragt sind die Lachsflüsse, die an der Westküste im Meer münden. Als die beste Fangzeit gilt in dieser Region Mitte bis Ende Juni, wenn die Lachse flußaufwärts zu den Laichplätzen wandern. Exemplare von einem Meter Länge und 10-20 Kilogramm sind hier keine Seltenheit. Während im Meer das Angeln kostenlos ist, wird für den Fang im Süßwasser eine Gebühr erhoben. Teuer sind erfolgversprechende Plätze nahe den Vertiefungen im Fluß, wo sich die Lachse sammeln. Diese Bereiche sind meist über Jahre im Voraus ausgebucht. Im letzten Jahrhundert entdeckten reiche Engländer den Zweikampf mit dem König der Fische als sportliche Herausforderung.

Reiseinformationen zu diesem Reiseziel

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