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Von Fjord zu Fjord

Am nächsten Tag stehen wir mit unserem Wohnmobil in Flåm. Die über 100 Kilometer lange Strecke von der Hardangervidda zum Seitenarm des Sognefjords verlauft über den Wintersportort Geilo nach Hol und dann über die Straße Nr. 50 durchs Sundalen an den Auerlandsfjord. Er gehört mit dem noch schmaleren Nærøyfjord zu den Höhepunkten der Fjordlandschaft. In Flåm besteigen wir das Personenboot, um uns in aller Ruhe durch den extrem engen Seitenfjord nach Gudvangen und wieder retour fahren zu lassen. Wie Spielzeugfiguren kommen wir uns neben den schroffen Granitfelsen vor, die in dem engen Nærøyfjord zu beiden Seiten weit über eintausend Meter aufragen. Die Hauptroute, die Europastraße 16, führt von Gudvangen per Autofähre durch den Fjord nach Fodnes, um über Lærdal weiter ins Gebirge anzusteigen. Wir entscheiden uns für die alternative Paßstraße, nachdem uns zwei Einheimische versichert haben, daß die Route zu dieser Jahreszeit bereits für Wohnmobile passierbar ist. Zwei Stunden benötigen wir schließlich für die Auffahrt - nicht etwa weil die Straße so schmal ist, ganz im Gegenteil, doch die Ausblicke sind im Abendlicht so gigantisch, daß wir jede Parkmöglichkeit nutzen, um die Landschaft im Foto festzuhalten. Auf 1300 Meter erwartete uns dann Eiseskälte und so hohe Schneewände, daß sich unser stattliches Wohnmobil daneben verstecken konnte. Als wir uns schließlich auf dem Campingplatz in Lærdalsöyri einfinden, schickt die Sonne zum Abschluß des Tages ihre warmen Strahlen noch einmal weit in den Fjord hinein.

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