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Von Kristiansand entlang der Südküste

Wir steuern unser Wohnmobil, das für die nächsten vier Wochen unser Zuhause sein wird, aus dem Bauch des Fährschiffs der Colorline auf den nächsten Parkplatz, um uns die Innenstadt von Kristiansand zu Fuß zu erschließen. Schon nach wenigen Schritten taucht hinter dem Dom die Altstadt mit ihren weiß getünchten Häusern auf, mit farbig abgesetzten Türen und duftendem Blumenschmuck. Auf Wunsch König Christian IV. wurde die Stadt 1641 schachbrettartig angelegt. Heute ist Kristiansand, die den Namen des Königs trägt, die größte Stadt an der Südküste und Endpunkt der Fährverbindung über das Kattegat.

Als "Die weißen Städte" werden die schmucken kleinen Orte entlang der Südküste in den Prospekten der norwegischen Fremdenverkehrsbüros angepriesen: Lillesand mit seinen hübschen Patrizierhäusern; Grimstad, wo der Dichter Henrik Ibsen in die Lehre ging, Arendal mit seiner restaurierten Altstadt und das malerische Risør, aber auch Mandal im Westen mit dem schönsten Sandstrand und Flekkefjord. Sie alle reihen sich wie Perlen einer Kette aneinander.
Gerade mal 40 Kilometer haben wir von unserer Ankunft in Kristiansand bis Mandal zurückgelegt, doch bei dem Anblick des traumhaften Sandstrandes mit dem angrenzenden Campingplatz Sjøsanden gibt es für uns keine Frage mehr - hier bleiben wir für heute, klappen die Campingstühle auf und genießen unseren ersten Tag in Norwegen. Ob der Lachs, der uns im Restaurant "Sjøsternkroa" (Seestern) serviert wird, wirklich im Mandalselv, dem kleinen Fluß, der vor uns ins Meer mündet, gefangen wurde, kann uns der Kellner nicht sagen, doch die Stadtbroschüre verspricht es den Anglern. Die Geschichte berichtet von solch einem Lachsreichtum, dass die edlen Fische sogar im Stadtwappen verewigt wurden.

Flekkefjord (21377 Byte)
Flekkefjord

Ebenfalls an der Europastraße liegt Flekkefjord. Die strahlend weißen Holzhäuser drängen sich am Ufer des schmalen Meeresarms. Gleich am Parkplatz fällt der Pavillon des Fremdenverkehrsamtes durch seine achteckige Bauweise auf. Nicht weit davon entfernt entdecken wir den achteckigen Kirchturm, achteckig sind auch die Erker in der Fußgängerzone und am Grandhotel, das aus dem Beginn dieses Jahrhunderts stammt. Anregung hierzu fanden die Architekten in der baltischen Hauptstadt Riga, zu der im 18. Jahrhundert eine gute Handelsbeziehung bestand. Weitere Fotomotive bieten sich uns im alten Stadtteil "Hollenderbyen" mit seinen schmalen Gassen, niedrigen Puppenstubenhäusern und farbigem Blumenschmuck. Der Name geht auf die Zeit des großen Holzexports nach Holland zurück. Wie vornehm die Oberschicht seinerzeit wohnte, erfahren wir im Stadtmuseum, das in einem 250 Jahre alten Holzhaus eingerichtet wurde.

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