DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Die Geisterstadt erwacht

Nach dem Queren eines großen Sumpfgebietes stoßen wir auf Colesbukta, eine verlassene Russensiedlung: alte verrostete Fässer, eingefallene Häuser, Beton mit verbogenen Eisenstützteilen, unglaublich! Reste der Bergbauära. Angeblich gibt es Pläne den Müll wegzuschaffen. Hoffentlich! Plötzlich erwacht die Geisterstadt zum Leben. Aggressive Küstenseeschwalben attackieren uns mit Sturzflügen. Nichts wie weg.

Norwegen Spitzbergen Eismeer
Bizarr geformte Eisschollen

Einer alten Bahnlinie entlang, deren Schienen von der Kälte zu Schlangenlinien verzogen sind. Wir beziehen Zeltplatz „Adlerhorst“, das einzige ebene Fleckchen weit und breit – oben am Hang. Wir schlafen tief trotz ungemütlich steinigem Boden, bis uns am Morgen das Gackern eines Schneehuhns aufweckt. Vorbei an Grumantbyen, einer weiteren verfallenen Bergbausiedlung, führt uns eine unserer letzten Etappen in das Bjørndalen (Bärental). Ein üppiges Tal mit vielen Blumen. Svalbard-Mohn, Fadensteinbrech, Wollgras. Wir stoßen auf ein paar Tagesausflügler mit leichtem Gepäck. Vorbei mit der Einsamkeit. Morgen werden wir auf eine Straße treffen und zurück in der Zivilisation sein.

Norwegen Spitzbergen weite Landschaft
Nichts als Landschaft

Erinnerungen: 36 mal Furten – 36 mal kalte Füße, unzählige arktische Gelsenstiche, schmerzende Rücken. Noch was? Unendliche Stille, maßlos Zeit, Schönheit der kargen Landschaft, Glücksmomente.

Reiseinformationen zu diesem Reiseziel

Reiseveranstalter Norwegen




 

Twitter
RSS