DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Sami-Grand-Prix

boine1.jpg (13064 Byte)
Marie Boine begeistert das Publikum immer wieder aufs Neue

Als kultureller Höhepunkt des Osterfestes gilt der "Sami-Grand-Prix" . Die große Veranstaltungshalle am Ortsrand von Kautokeino ist bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auf den Rängen bietet sich ein buntes Bild. Videokameras sind auf die Bühne gerichtet, deren Dekoration stilisierte Rentiere zeigt. In einer Kabine, abgeschirmt vom Publikum, hat sich die Jury eingefunden. Es ist keine klassische Musikveranstaltung, sondern der musikalische Wettstreit der Samen, sozusagen der Schlager-Grand-Prix Lapplands. Männer und Frauen aus Karasjok, Kautokeino, Máze oder anderen Teilen Skandinaviens tragen ihre persönlichen Joiks vor und singen ihre selbst komponierten Lieder auf samisch. Die Menge verstummt, als Mari Aksla mit lauter Stimme ihren "Joik" anstimmt. Helle, für unsere Ohren ungewöhnlich klingende Töne dringen aus den Lautsprecherboxen. Silben und Laute werden in den verschiedensten Tonlagen moduliert. Der ungewöhnliche Klang der Obertongesänge zieht jeden in den Bann. Die Ur-Samische "Volksmusik" besingt seit Jahrtausenden Plätze, Personen, Tiere oder Landschaften. Spätestens seit der Winterolympiade in Lillehammer, als Nils Aslak Valkeespää bei der Eröffnungsfeier seinen Joik anstimmte, ist diese typisch samische Musik in der ganzen Welt bekannt. Das "Joiken" wurde von den Rentiertiersamen auch in einer Zeit gepflegt, als es offiziell verboten war, und jedes Neugeborene bekommt heute noch einen persönlichen Joik mit in die Wiege gelegt. Herausragende Ethnomusiker und Grand-Prix-Gewinner wie die Norweger Nils Aslak Valkespää, und Marie Boine, die finnische Sängerin Vimme Saari und Yana Sundgren aus Schweden sind heute weit über die Grenzen Lapplands bekannt.

Reiseveranstalter Norwegen




 

Twitter
RSS