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Saltstraumen – der gewaltigste Gezeitenstrom der Welt

Das Meer brodelt, bildet Strudel und weiß schäumende Wirbel, schießt mit lautem Getöse an kleinen Inseln vorbei. Fischkutter schaukeln scheinbar hilflos auf den Fluten, selbst PS-starke Frachter werden von dem Strom quer gestellt. Bis zu 40 Stundenkilometer kann die Wassergeschwindigkeit annehmen, 300-400 Kubikmeter pro Sekunde werden im Rhythmus der Gezeiten durch die nur 150 Meter schmale Engstelle in den Fjord gepreßt. Ein Naturschauspiel, das jede Minute seine Gestalt verändert. Nur zur Umkehrzeit wirkt das Meer friedlich und spiegelglatt. Doch der Schein trügt, schon bald drückt das Wasser wieder hinaus und das Szenario beginnt von neuem - nur in entgegengesetzter Richtung. Mit dem Strudel kommt auch das Plankton und mit ihm die Fische zu Tausenden. Dorsche fängt man besser bei ruhigem Wasser, Köhler (Seelachs) während der Strömung. Das Ufer säumen Angler, die unermüdlich den Blinker in die Fluten werfen, absinken lassen und wieder einholen. Fische von einem Meter Länge und mehr sind keine Seltenheit am Saltstraumen. Auch Anfänger werden hier mit Sicherheit ihren ersten Dorsch oder Seelachs aus dem Meer ziehen. Im Sommer wird rund um die Uhr geangelt, dann kennt die Natur keine Nacht und die Norweger genießen diese Zeit. Die vielen tausend Möwen kreischen unentwegt . Die Silber- und Mantelmöven haben in den Wiesen ihre Brutplätze und kommen in Scharen angeflogen, wenn die Fische ausgenommen werden.

Die Engstelle liegt 30 Kilometer von Bodø entfernt und wird von einer eleganten Bogenbrücke überspannt. Am Ufer gibt es Campingplätze, Hotel und ein sehenswertes Museum zum Thema Gezeitenstrom.

Reiseveranstalter Norwegen




 

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