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Die Szene zieht weiter

Gut betuchte Feinschmecker, die einmal in einer Wohnzimmeratmosphäre „på Grünerløkka“ genießen möchten, finden im Markveien Mat & Vinhus moderne norwegischer Küche mit internationalem Touch. Zur Einstimmung aufs Essen – oder als netter Abschluss lockt gleich nebenan das stadtbeste Weinlokal Dr. Kneipp’s Vinbar. Wenige Schritte weiter birgt ein Hinterhof am Markvei 42 einen Ziegelbau mit Künstlerateliers. Wahre Kunstwerke sind auch die Schmuckstücke, die ein junges Designer-Duo in ihrem Atelier am Akersvei ausstellt und verkauft: romantisch-feminin, verspielt-frech und poppig-bunt sind die Ringe, Ohrstecker, Armbänder und Halsketten von Kathrine Lindman; fantasievoll die Kreationen von Kaja Gjedebo, die mit ihren Pretiosen aus Silber und Harz bereits weltweit Preise einheimste.

Norwegen Oslo Restaurantinsel
Vom Oslo-Fjord ...

Die „Entdeckung“ Grünerløkkas hat das einst heruntergekommene Viertel zu einer der begehrtesten Wohnadressen Oslos verwandelt. Die gründerzeitlichen Bauten mit ihren begrünten Innenhöfen, in denen einst der norwegische Maler Edvard Munch eine billige Bleibe fand, wurden schrittweise saniert, die Mieten erhöht, die alten Bewohnter verdrängt. Auch die Szene zog weiter – ins südliche Grønland. Der ärmste Stadtteil Oslos war bislang ein Auffangbecken für Asylbewerber, bis Werber, Banker und Broker seine orientalische Exotik entdeckten. Im Schatten der Riffad Bashir, Oslos größter Moschee, drängen sich entlang der Straßen Brugata und Grønlandsleiret Läden mit orientalischen Gewürzen, tropischen Früchten und arabischen Gemischtwaren: Multikulti-Flair aus Fernost in einem Land, das sich erst in den letzten Jahren Migranten öffnete.

Norwegen Oslo Segelhafen
... zum Segelhafen

Curries, Kebab und Co., schmackhaft und preiswert, bieten die Imbissläden und kleinen Restaurants entlang der Tøyengata. Laksefilet (Lachsfilet), Hestebiff (Pferdesteak) und andere norwegische Hausmannskost serviert das Kafé Asylet in einem 270 Jahre alten Gemäuer, das schon als Gefängnis, Waisenhaus, Schule, Klinik und Bank diente. Besonders schön: der sommerliche Biergarten im Innenhof. Doch so lange wollen echte Osloer nicht warten. Sobald sich die ersten wärmenden Frühlingsstrahlen zeigen, ziehen sie in die Bars von Aker Brygge und genießen ihr Ute-Pils – das erste Bier unter freiem Himmel.

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